Ziele

Nur wer sein Ziel kennt, kann auch einen Weg dazu finden.

Mitarbeiter

Der TVBO hat viele hervorragende Mitarbeiter. Sie nach ihren Fähigkeiten und Talenten arbeiten zu lassen und somit das gesamte kreative Potential und Know-How für die Region zu nutzen, muss unser Ziel sein. Die Mitarbeiter sind das wertvollste und wichtigste Kapital einer funktionierenden Firma. Wir brauchen kompetente Mitarbeiter, welche Kenntnisse über die Region und die Angebote haben, beziehungsweise ein Team, dass die Bereitschaft hat sich permanent neue Kenntnisse über unser Urlaubsland anzueignen. Es gilt eine Organisationsstruktur aufbauen, so dass die Entwicklung, die Bewerbung und ebenso der Verkauf von Produkten und Angeboten lückenlos funktioniert. Die Arbeitsprozesse innerhalb der Firma müssen ohne Reibungsverluste und Kommunikationsdefizite ablaufen können. Das setzt voraus, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigenverantwortlich in einem Team zusammen arbeiten und jeder bereit ist, sich einzubringen und gegenseitig Synergien im Sinne der Region zu nutzen.

Das Team muss sich mit dem Unternehmen und seinem Produkt – unserer Urlaubsdestination- identifizieren können. Nur dann wird es die so wichtige Bereitschaft geben,  auch eigene Ideen einzubringen. In den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steckt viel individuelle Kreativität, diese gilt es zum Leben zu erwecken und zu nutzen. Freude am Tun und Motivation können nur unter entsprechenden Rahmenbedinungen vorherrschen. Wertschätzung gegenüber unserem Team muss als Selbstverständnis gelten. Eine aktive und auf partnerschaftlichen Grundsätzen aufgebaute Mitarbeiterführung, in welcher sowohl Erfolge gemeinsam erreicht werden, aber auch ein respektvoller Umgang mit Fehlern gelebt wird, ist unser Ziel. Nur wer versteht wie Teamwork funktioniert, bereit ist sein Team aus- und weiterzubilden, und sich als Teil dieses Teams sieht, kann ein Unternehmen im Dienstleistungsbereich mit entsprechender Qualität und Erfolg führen und so Osttirol als Tourismusland in den Köpfen der Gäste bleibend verankern.

Tourismusgesinnung

Unser Ziel ist es die Tourismusgesinnung zusteigern, indem wir allen Menschen, die an touristisch relevanten Konzepten arbeiten, die Chance und das Gefühl geben, dass sie Teil des Ganzen sind und sich aktiv einbringen können. Humankapital ist in allen unseren Regionen, Tälern und Orten zu finden. Wir müssen es wieder vermehrt in die Prozesse der touristischen Weiterentwicklung aufnehmen. Die Leistungsträger vor Ort sind ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Jede und Jeder im Tourismus Wirkende ist ernst zu nehmen, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten. Es braucht sowohl den kleinen Anbieter als auch den Big Player. Das große Rad läuft dann noch besser, wenn sich alle kleinen Räder in sich rund in die richtige Richtung drehen. Qualifiziertes, einheimisches Personal zu finden, ist heute schon eine der größten Herausforderungen und wird zukünftig Schlüssel zum Erfolg sein. Tourismusberufe brauchen ein positives Image. Das können wir nur erreichen, wenn die Chancen in dieser Branche erkannt werden. Tourismus muss, wenn er funktionieren soll, bei den Menschen vor Ort gelebt werden. Entwicklungen in anderen Destinationen, in denen viele Immobilien in der Hand ausländischer Investoren sind, können wir nur entgegenwirken, wenn nachkommende Generationen von den Möglichkeiten und Vorteilen überzeugt sind. Thematisiert werden häufig nur Arbeitszeiten und Entlohnung, wie viel Kreativität und Abwechslung in den verschiedenen Berufen im Tourismus liegen, muss besser erkannt werden. Junge Menschen brauchen Vorbilder und müssen motiviert werden, nur so schaffen wir es Lehrlinge zu gewinnen, sie professionell auszubilden und neuen Nachwuchs im Tourismus vor Ort zu haben.

Für das Team Osttirol endet die Tourismusgesinnung jedoch nicht bei den Menschen die direkt im Tourismus tätig sind. Vielmehr muss es auch darum gehen, generell in der Region eine positive Einstellung und vor allem ein Bewusstsein zu schaffen. Wir werden dann als Destination erfolgreich sein und unsere Gäste vor Ort begeistern, wenn vom Shuttledienst, über das Schuhgeschäft bis hin zum Verkäufer im Supermarkt, alle begeistert von den Möglichkeiten in Osttirol erzählen, erkennen dass unsere Urlaubsgäste auch wesentlich zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg beitragen und entsprechend tolles Service geboten wird.

Uns ist voll und ganz bewusst, dass eine Veränderung im positiven Sinne Zeit braucht und ein Prozess ist. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir mit unserem klaren, geradlinigen Weg, dem Stehen zu getroffenen Entscheidungen und  einem für alle nachvollziehbaren und offenen kommunizierten Handeln, auch hier eine Trendwende zu einer positiven Entwicklung erzielt wird.

Produkte

Großes Potential haben wir in der Bergkompetenz. Bergführer, Nationalpark Ranger, Rafting & Bike Guides, sprich alle Dienstleister rund um das Thema Berg müssen von Beginn an in die Produktentwicklung integriert werden, um von der Idee bis zum Verkauf unverkennbare Osttiroler Produkte und Projekte kreieren zu können. Themen ausarbeiten und Osttirol mit diesen Themen als die Nr. 1 vor allen anderen Marktbegleitern den Gästen bewusst machen, ist das klare Ziel. Outdoor und Bergkompetenz sind für den Gast untrennbar mit Osttirol verbunden.

In diesem Sinne bedarf es einem aktiven Themenmanagement. Ziel ist es, Themen nicht nur als Vermarktungsinhalte aufzugreifen, sondern unsere Kernthemen aktiv mit zu gestalten. Dies bedeutet, Produkte werden gemeinsam mit den Leistungsträgern erschaffen, in weiterer Folge verkaufbare Angebote geschnürt und professionell vermarktet. All dies muss zu einer Profilschärfung beitragen, um unsere Ziele zu erreichen. Dies bedeutet auch das klare Bekenntnis zu einer Best of Strategie – wir stellen in dem jeweiligen Themen unsere Speerspitzen in die Auslage. So können wir am Markt Aufmerksamkeit erzielen und letztendlich wird die ganze Destination profitieren.

Unsere Region hat viele Alleinstellungsmerkmale, die es gilt mit einem klaren Konzept vom Geheimtipp bis zur Marke zu entwickeln. Das Hütten- und Wegenetz Osttirols ist unvergleichlich im Angebot und muss noch mehr im Bewusstsein der Beherbergungsbetriebe verankert werden. Osttirol lebt von seiner Individualität in den einzelnen Dörfern, Orten und Regionen. Diese Vielfalt macht auch einen Teil des Charakters von Osttirol aus. Diese Vielfalt ist kein Widerspruch sondern Teil des Ganzen und soll erhalten bleiben.

Regionalität

Osttirol ist reich an regionalen Schätzen, dennoch ist es uns bis dato nur bedingt gelungen aus diesem Schatz einen vermarkteten USP zu generieren.  Die Menschen vor Ort sind in der Lage hochwertige Nahrungsmittel zu erzeugen. Diesen Luxus unseren Gästen zu servieren, lässt die Rendite vor Ort, steigert die Kaufkraft in der Region und hilft kleinstrukturierten Betrieben einen Absatzmarkt zu finden. Dazu müssen wir uns mit der Landwirtschaft besser vernetzen, den Wert der heimischen Produkte erkennen und uns diesem großen Potential bewusst sein.

Das Osttiroler Frühstück ist als positive Initiative in diesem Bereich zu nennen. Sie reicht jedoch nicht aus. Hier muss weitergearbeitet werden, so dass Osttirol im Rahmen seiner Möglichkeiten mit einem klaren “Osttirol Geschmack” erkannt wird.

In unserer Vision haben wir formuliert, dass Osttirol seinen eigenen Geschmack vermittelt. Heimisches Wild, Käse und Schnaps werden nicht nur in den Küchen angeboten, sondern unsere Gäste bekommen den direkten Zugang zu diesen regionalen Grundprodukten vermittelt und ganz Osttirol ist sich dieser wertvollen Schätze bewusst und nutzt sie für sich. Hier muss aktiv mit der Landwirtschaft und der Kammer an neuen Angeboten und Erlebnisräumen gearbeitet werden.

Wirtschaftliche Ziele

Die Aufenthaltsdauer erhöhen, indem attraktive und vielseitige Angebote und Pakete für die jeweiligen Zielgruppen geschnürt werden, so dass Gäste animiert werden einen längeren Urlaub in Osttirol zu planen. Nach einer mehrtägigen aktiv Woche in den Bergen, ein paar Tage anhängen, um in einem Haus mit Wellnesangebot in Osttirol auschillen, lässt den Gast länger in unserer Region verweilen. Hier gilt es kreative Ideen zu finden, um sich vom Mitbewerber abzuheben. Eine Steigerung der Nächtigungen von jährlich 5% ist ein Wert, den es gilt zu erreichen. Die dafür nötigen Schritte sind in unseren Visionen klar definiert. In welche Herkunftsmärkte wie viel und wann zu investieren, setzt voraus dass wir uns mit der Kaufkraft, den Vorlieben und der Erreichbarkeit der Zielgruppen genauestens befassen. Nur so können unsere Marketingmittel punktgenau eingesetzt werden.

Die Tourismusintensität einer Region ist der Quotient aus den Nächtigungen und der Einwohnerzahl der Region. Mit 41 hinkt Osttirol allen ernstzunehmenden Tourismusdestinationen nach. Eine Quote von 50 ist ein in 10 Jahren realistisch zu erreichendes Ziel. Voraussetzung dafür sind eine positive Bettenentwicklung, die einhergeht mit erhöhter Auslastungs- und Aufenthaltsdauer. Die Verlängerung der Saisonen bis hin zur Ganzjahresdestination, wird letztendlich auch unsere Auslastung steigern. Hier muss entsprechend in der Produktentwicklung angesetzt werden und gemeinsam mit allen Leistungsträgern an neuen Konzepten gearbeitet werden. Öffnungszeiten der Hütten und die Betriebszeiten der Infrastrukturanlagen sollten wir überdenken und auf effektive Art und Weise in Vorleistung gehen. Die dafür nötigen Mittel müssen wir alle gemeinsam tragen.

Infrastruktur

Mit der Aufenthaltsabgabe werden in Tirol insbesondere infrastrukturelle Einrichtungen finanziert, erhalten und betrieben, welche nicht nur unseren Gästen, sondern auch der Tiroler Bevölkerung zugutekommen und die Lebensqualität insgesamt steigern“. (Quelle: www.tirol.gv.at/tourismus/aufenthaltsabgabe/).

Stillstand im Bereich der Infrastruktur können wir uns auch bei begrenzten budgetären Mitteln nicht erlauben. Die Positionierung der Region, basierend auf ihrem tatsächlichen Angebot, ihren Möglichkeiten und ihren Stärken, muss Betriebe dazu motivieren zu investieren und darüber hinaus seriöse Inverstoren auf Osttirol aufmerksam machen. Ein nachhaltiger, sinnvoller Weg ist es, mit guten Rahmenbedingungen Investitionen zu ermöglichen und zu unterstützen. Auch in diesem Punkt wird klar, dass unser Schwerpunkt auf Marketing und Destinationsentwicklung liegen muss. Ohne moderne Infrastruktur werden wir uns schwer tun Saisonen zu verlängern und die Auslastung zu steigern. Innovative Nutzungskonzepte von Liftanlagen, welche im Sommer zusätzlich von Mountainbikern in Anspruch genommen werden können, erlauben auch längere Öffnungszeiten die sich wirtschaftlich rechnen. Dazu brauchen wir aber wiederum Bike Trails und ein gutes Einvernehmen mit den Grundbesitzern, welches wir dann haben werden, wenn wir den gemeinsamen Nutzen erkennen. Attraktive Angebote am Berg, wie Kinderspielplätze und Erlebniswege, sind zusätzliche Anreize.

Bevor in die Infrastruktur investiert werden kann, braucht es eine genaue Evaluierung der wirtschaftlichen Zahlen und Daten. Dies kann am Beispiel der derzeitigen Diskussion rund um die Weiterentwicklung des Hochsteins veranschaulicht werden. Ohne Kenntnis der wirtschaftlichen Parameter wäre es unseriös, ein Konzept für die Weiterentwicklung dieses Berges zu erstellen. Es ist uns bewusst, dass der Hochstein einen gesellschaftspolitischen Auftrag erfüllt, dennoch muss man kritisch evaluieren. Danach ist eine klare Entscheidung zutreffen. Ziel wird es bei entsprechender wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit sein, Ganzjahreskonzepte für diesen Berg zu definieren, welche im Einklang mit den Grundbesitzern und unter Bedachtnahme der Voraussetzungen auf dem Zettersfeld anzudenken sind.

Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist eine für die gesamte Region Osttirol unverwechselbare und wertvolle Errungenschaft. Hier ist es unser Ziel, dies allen bewusst zu machen. Der Blick von außen lässt auch den Nationalpark Hohe Tauern als großen Schatz erkennen. Dienstleistungen, Infrastruktureinrichtungen, Forschung und Bildung des Nationalpark Hohe Tauern können touristisch noch viel erfolgreicher gemeinsam genutzt werden.

Abschießend sei gesagt, dass für jegliche infrastrukturelle Entwicklung ein Kapitalbedarf abgedeckt werden muss. Diesen wird uns gelingen zu decken, wenn wir durch unsere positive Einstellung, der entsprechenden Gesinnung und dem professionellen Auftritt in der Bergkompetenz Investoren von Osttirol überzeugen können. Nur wenn wir unsere Hausaufgaben erfüllt haben, die Natur und unsere fachliche Kompetenz in den Vordergrund stellen, werden wir Investoren von einer Zukunft in Osttirol überzeugen können.  Das Fundament muss passen, bevor Neues darauf entstehen kann. Osttirol hat die Vorrausetzungen mit seiner Fachkompetenz hier zu punkten, es gilt diese nach außen zu tragen.

Budget

Mit einer selbstbewussten Preispolitik die wirtschaftliche Basis dafür setzen, dass Wertschöpfung generiert werden kann und auch zukünftige Investitionen möglich sind. Parameter wie Inflationsrate, Angebote (Osttirol-Card), Attraktivität werden dabei eine Rolle spielen. Ziel muss sein, mit den derzeitigen Einnahmen des TVB Osttirol, welche sich aus den Pflichtbeiträgen der heimischen Wirtschaft (wurde 1927 in Tirol eingeführt), und der Aufenthaltsabgabe (derzeit € 2,00), die notwendigen Investitionen, Verbindlichkeiten und Ausgaben abdecken zu können. Bei Bedarf und nach Evaluierung genau festgesetzter Kriterien können wir über die Änderung der Abgaben diskutieren. Hierzu ist im Vorfeld die Mittelverwendung etwaiger Mehreinnahmen genau zu definieren, um Planungs- und Entscheidungssicherheit zu haben. Wir sollten auch den Mut haben, die momentanen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu hinterfragen. Schlussendlich benötigen wir Modelle mit denen es uns gelingt, notwendige Investitionen zu tätigen und dennoch für den Gast attraktiv im Sinne der Preisgestaltung zu sein.

Verschuldung

Es gilt die  Verschuldung abzubauen, ohne den Betrieb kaputt zu sparen. Dies kann uns nur dann gelingen, wenn wir ein, für unsere Region wichtiges, Osttirol-Denken entwickeln. Investitionen die notwendiger Weise in einzelnen Orten erforderlich sind, dürfen in anderen Orten nicht Neid erzeugen. Schlussendlich stärkt jede Investition die gesamte Region, unsere Gäste sind mobil, kennen die Gemeindegrenzen nicht und wollen im Urlaub das Angebot ganz Osttirols nutzen. Subventionen im Gießkannenprinzip befrieden, wenn überhaupt, nur kurzfristig den einzelnen Ort und Leistungsträger, schwächt aber langfristig gesamt Osttirol.

Grundsätzlich ist der TVB Osttirol ein finanzstarkes Unternehmen im Vergleich zu anderen TVBs in Tirol. Unser Ziel ist es daher, einen selbstkritischen Blick auf die Mittelverwendung zu legen. Ausgaben müssen entsprechend der Infrastrukturanalyse und der Destinationsstrategie eingesetzt werden. Derzeit dienen diese beiden nur selten als Entscheidungsgrundlage. Der Fokus muss nach wie vor vermehrt auf dem Einsatz von Marketingmitteln liegen. Es reicht jedoch nicht aus im Bereich Marketing mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Um erfolgreich eine Marke Osttirol zu platzieren und eine Marketingstrategie, welche auf Dauer zu einem Mehr an Gästen & Wertschöpfung führt, bedarf es auch einem entsprechenden Planungsvorlauf. Hier ist es das Ziel, gemeinsam mit dem Land Tirol Rahmenbedingungen zu schaffen, so dass über operative Marketingkonzepte & -budgets frühzeitig entschieden werden kann. Wenn wir am Ende der Sommersaison erst den folgenden Winter im Detail planen können, werden wir weder kreative, noch neuartige Konzepte umsetzen, sondern getrieben sein vom raschen Zugang zu noch verfügbaren Aktionen.

Oberstes Ziel all unserer Handlungen muss  in jedem Fall unternehmerisches Denken sein!

Organisation

In einem erfolgreichen Unternehmen braucht es klare Strukturen und Verantwortlichkeiten. Nur mit einer konkreten Aufgabenverteilung können wir unsere Ziele effizient erreichen. Die Teams müssen eigenverantwortlich den erforderlichen Aufgaben gerecht werden.

Ziel ist es ein Team zu formen, das aktiv zusammenarbeitet. Dazu soll es künftig neben der operativen Geschäftsführung starke Bereichsleiter- und -innen geben, welche die definierten Aufgaben eigenverantwortlich umsetzen. Sie sind für die Kommunikation und Kooperation innerhalb, sowie zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen, Außenstellen und auch den diversen Leistungsträgern mitverantwortlich. Die Aufgabenverteilung muss entsprechend der Stärken und Schwächen der einzelnen Teammitglieder erfolgen.

Der/die Geschäftsführer/in sollte die Geschäfte alleine führen, der Vorstand in Abstimmung mit der Geschäftsführung sich auf die strategische Orientierung der Destination sowie auf Grundsatzentscheidungen und Repräsentationsaufgaben konzentrieren, und der Aufsichtsrat seine kontrollierende Funktion in allen wichtigen Belangen wahrnehmen, insbesondere im Hinblick auf die Finanzen und die Einhaltung der strategischen Orientierung.

Die Geschäftsführung ist mit den erforderlichen Kompetenzen und den für effiziente Arbeitsabläufe notwendigen Freiräumen auszustatten. Die täglichen Routinearbeiten in der Administration, die von anderen erledigt werden können, sind von ihr fernzuhalten. Die klar formulierten Ziele und Strategien sowie die Positionierung der Destination bilden für die Geschäftsführung den Rahmen, in dem sie sich weitgehend selbständig bewegen kann und ihre Entscheidungen selbstständig trifft (Budget- und Personalhoheit im definierten Rahmen).

Ziel muss es sein, dass eine offene Kommunikation innerhalb des Unternehmens (von der Zentrale in die Region und umgekehrt) das tägliche Arbeiten prägt, ein laufender Austausch untereinander erfolgt und eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Regionen, Mitarbeitern und Leistungsträgern gelebt wird. Dazu wird es notwendig sein mit gutem Vorbild voran zu gehen, aber auch im Bereich Teambuilding sich bewusst Zeit zu nehmen und zu geben.

Qualität

Ein Qualitätsmanagement erlaubt es uns in weniger Produkte und Projekte mehr Geld zu investieren. Gleichzeitig bewahrt es uns davor in zu vielen zweitklassigen Angeboten Zeit und finanzielle Ressourcen zu verschwenden. Ziel muss sein, unsere Produkte und Angebote so zu entwickeln, dass sie qualitativ hochwertig sind und in weiterer Folge für die Unternehmen vor Ort Erfolg bringen. Qualitativ hochwertig heißt jedoch nicht unbedingt nur teuer, sondern stimmig und einzigartig für die Region. Der TVB Osttirol sieht sich als Motivator und Unterstützer von Qualitätsoffensiven, welche der Positionierung entsprechen. Ziel ist es jedoch nicht permanent selbst für die Finanzierung von qualitativer Produktentwicklung und Hardware verantwortlich zu sein.

Qualität muss auch von den Betrieben gelebt werden. Hier gilt es Perspektiven zu geben, so dass Betriebe bereit sind und gleichzeitig die Möglichkeiten haben, selbst an der Entwicklung ihrer Hardware aktiv zu sein. Hier kann der TVB als Vermittler und Mentor auftreten. Es reicht jedoch nicht, eine tolle Hardware zu haben, diese stellt lediglich die Basis, das Fundament des Erfolges dar.  Die Qualität beginnt bereits bei der Anfragenbeantwortung, geht weiter bei der Begrüßung durch den Vermieter und endet bei der Verabschiedung bzw. der Folgebuchung. Der Gast erwartet sich nicht sofort einen Gutschein für das erste Getränk bei der Anreise, sondern vielmehr eine herzliche Begrüßung und das Gefühl willkommen zu sein. Auch in den Tourismusbüros wird die Qualität das Maß der Dinge sein. Durch unsere Betriebsstruktur, die vielen Aufgaben unserer Vermieter und die damit verbundene Zeitknappheit, hat die Destination Osttirol hier zum Teil einen Wettbewerbsnachteil. Ziel ist es, hier durch entsprechende Schulungsmaßnahmen aber auch durch die Evaluierung von technischen Systemen unseren Vermietern unter die Arme zu greifen und Ressourcen frei zu spielen. Das beste Marketing kann den Gast nur bis zum Vermieter bringen, die aktive Buchung erfolgt dort. Daher muss auch hier die Qualität und Professionaliät passen.

Abseits von der professionellen Betreuung unserer Gäste, ist es  wichtig immer wieder den Blick nach außen zu haben. Immer nur in der eigenen Destination seinen Blickwinkel zu sehen, wird den Raum für kreative und qualitätsvolle Dienstleistung einschränken. Ziel ist es daher ebenso den Leistungsträgern immer wieder Möglichkeiten zu bieten bzw. sie zu animieren sich neue Angebote bewusst anzusehen.

Kompetenz

Nur eine fundierte kompetente Auskunft wird den Gast davon überzeugen, dass er das richtige Urlaubsziel gewählt hat. Dazu ist es notwendig seitens des TVB Osttirol Mitarbeiter zu schulen. Kurse anbieten für Privatzimmervermieter, ihnen Inputs geben, sie schulen und auf die Herausforderungen im Tourismus vorzubereiten. Den Dienstleistern eine Plattform dafür zu geben, sich weiterbilden zu können. Dieses Ziel erreichen wir umso schneller, wie wir erkennen dass Erfolg nur mit Qualität möglich ist. Daher gilt es auch das bereits eingeführte System der Vermietercoaches zu verstärken und aktiv voranzutreiben.

Last but not least muss auch die Qualität im Unternehmen TVB Osttirol selbst stimmen. Die Mitarbeiter des TVB Osttirol haben eine Vorbildwirkung in allen Belangen, daher gilt es ein besonderes Augenmerk auf die Führung, Aus- und Weiterbildung des Teams im TVB Osttirol zu legen. Offene Kommunikation, Austausch und laufende Evaluierung der Prozesse, der Abläufe und jedes einzelnen Teammitgliedes sind hier wichtige Bestandteile des täglichen Tuns und gleichzeitig unser Ziel. Ein ehrliches und selbstkritisches Feedback, welches getragen ist von Respekt, gepaart mit dem Wissen, dass unser Team voller Motivation für die Destination Osttirol brennt, wird uns erfolgreich weiterbringen.

Kompetenz ist ein Thema für die gesamte Destination. Das Thema Kompetenz berührt alle touristischen Betriebe wie Vermieter, Bergbahnen, Wanderführer, Schischulen oder Museen, es betrifft aber auch die benachbarten Branchen, also den Bäcker, den Friseur, die Bank, die Tankstelle usw. Auch die dort vom Gast wahrgenommene Qualität trägt zum Gesamterlebnis Urlaub bei. Aus diesem Grunde müssen alle Leistungsträger in der Destination um Qualität bemüht sein und auch der Tourismusverband muss sich dem Thema Qualitätsmanagement annehmen.

Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung erhöhen die Wertschöpfung im Tourismus, einerseits durch Möglichkeiten zur Kostensenkung (höhere Kundenbindung, weniger Akquise Kosten) und andererseits durch die Bereitschaft der Gäste, für Qualität auch einen höheren Preis zu bezahlen.

Destinationsstrategie

Die Destinationsstrategie, welche von Kohl & Partner auf Initiative vom Team Osttirol erstellt wurde, muss auf allen Ebenen umgesetzt werden. Ohne das Wissen um diese Strategie wird es uns nicht gelingen nachhaltige Erfolge zu erzielen. Alle Partner müssen Kenntnis davon haben um sich auch dementsprechend positionieren zu können. Die Region hebt sich dadurch ganz klar auch von den Marktbegleitern ab und punktet einmal mehr durch Authentizität.

Die Destinationsstrategie gilt als die Arbeitsgrundlage des TVB Osttirol. Ziel ist es daher auch im Rahmen von Veranstaltungen, bei Marketingkooperationen (Angebotsgruppen) etc. diese Strategie auch unseren Mitgliedern immer wieder verständlich zu machen und als solche in Erinnerung zu rufen. Nur wenn die ganze Destination an einem Strang zieht, wird es am Markt spürbar werden.

Es gilt auch klare Handlungsanweisungen zu entwickeln, die es unseren Leistungsträgern erleichtern, die Positionierung entsprechend der Destinationsstrategie zu entwickeln. Es ist uns bewusst, dass dies ein langer Prozess ist und es Zeit braucht, dennoch ist dieser Weg in jedem Fall zu gehen und kontinuierlich zu verfolgen. Eine einzige Informationsveranstaltung wird hierzu nicht ausreichen, da auch die Destinationsstrategie immer weiterentwickelt werden muss und ein lebendes Papier darstellt.

Der Großglockner, der Venediger, die Lienzer Dolomiten, der Nationalpark Hohe Tauern, das sind nach wie vor unsere stärksten wahrnehmbaren Marken. Mit diesen Highlights sind wir am Markt unverwechselbar, damit bringen wir Gäste in die Region. Ziel ist es den Gast, der Osttirol einmal entdeckt hat, den gesamten Schatz Osttirols zu vermitteln.

Erreichbarkeit

Die besondere geografische Situation in Osttirol verlangt nach klugen logistischen Lösungen. Das Verkehrskonzept des VVT muss in enger Zusammenarbeit mit allen Dienstleistern vor Ort abgestimmt werden. Erst um 11:00 Uhr vormittags eine Wandertour in den Tälern starten zu können, ist ebenso wenig dienlich, wie um 14:00 den Ort auf Grund des Fahrplanes wieder verlassen zu müssen. Nicht nur die Mobilität in der Destination auch die Erreichbarkeit Osttirols muss in unserem Fokus liegen. Das Erweitern und der Ausbau von Autobahnen ist der falsche Ansatz. Ziel muss sein, den öffentlichen Verkehr, wie Zugverbindungen und Busanbindungen zu optimieren. Viele Menschen in den großen Städten besitzen jetzt schon kein Auto mehr und dieser Trend wird sich weiter fortsetzten. Hier müssen wir rasch Konzepte entwickeln, so dass unsere Destination auch im Sinne der Erreichbarkeit attraktiv wird. Eine engere Zusammenarbeit mit den Flughäfen Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck, Laibach etc. ist zu verfolgen und gemeinsam mit dem bereits eingeleiteten Ansätzen des RMO in Punkte E-Mobilität müssen zeitnah erste Ergebnisse erzielt werden, so dass sowohl die Anreise als auch die Mobilität vor Ort verbessert werden.

Innenmarketing

Die Kommunikation nach innen besitzt im Rahmen der Destinationsentwicklung aus verschiedenen Gründen ein besonderes Gewicht. So geht es darum, die Leistungsträger, Orte etc. einer Region zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenzuschweißen, für gemeinsame Ziele zu motivieren, eine gemeinsame Unternehmensphilosophie für die Destination zu leben, auf dem Markt als eine Einheit aufzutreten usw.  Ziel muss es sein, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, möglichst viele Menschen vom Sinn und von den Leistungen der Destination zu überzeugen und sie dafür zu gewinnen, dass sie in ihrem eigenen Wirkungsbereich (z.B. Betrieb, Verein, Schule) aktiv zur Gestaltung der Destination beitragen.

Eine positive Stimmung bei den Leistungsträgern und in der Bevölkerung bildet eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Destination. Daher ist für uns als TVB Osttirol nicht nur die Arbeit nach außen sondern auch nach innen von großer Bedeutung Die Kommunikation nach innen muss rechtzeitig erfolgen, transparent sein und im Hinblick auf bestimmte Ereignisse oder zu erreichende Ziele vorausschauend agieren. Ein eigenes Intranet kann eine vielfältig nutzbare Plattform für die Kommunikation innerhalb der Destination sein, vorab gilt es jedoch zu evaluieren inwiefern diese Form der Kommunikation in der Destination genutzt werden will.

Der vorhandene Betriebsnewsletter hat regelmäßiger und mit aktuellen Inhalten zu erscheinen. Auch hier gilt es eine Bewusstseinsbildung zu schaffen, wie wichtig die darin enthaltenen Informationen sind.  Wichtig ist dennoch die persönliche Information möglichst vieler Leistungsträger, dafür bieten sich destinationsweite Veranstaltungen an (z.B. Tourismustag). Auch die aktive Zusammenarbeit mit den Angebotsgruppen muss forciert werden, denn nirgends sonst kann der TVB Osttirol so effizient und direkt mit den Betrieben in einen Austausch gelangen.

Unsere Vermietercoaches tragen ebenfalls wesentlich zur Verstärkung unserer Kommunikation bei. Dies gilt es zu intensivieren im Rahmen von Kleinveranstaltungen und Einzelcoachings.

Die Funktionäre tragen im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit des Destinationsmanagements und der Destination eine große Verantwortung. Sie müssen hinter der Sache stehen, und zwar nicht nur in ihrer Funktion als Entscheidungsträger in der Destinationsorganisation, sondern auch als Unternehmer (z.B. Führung der Destinationsmarke, Mitwirkung in Kooperationen, bei Produkt- und Angebotsentwicklungen usw.). Uns ist eine regional ausgewogene Zusammensetzung der Gremien wichtig, da sie Vertrauen fördert, dennoch muss bei allen  Bemühungen um die regionale Ausgewogenheit, die fachliche Kompetenz der Gremien Priorität haben.

Der Austausch mit den Wirtschaftstreibenden ist uns ebenso wichtig, denn auch sie sind Teil des großen Ganzen und können & sollen wertvolle Inputs bringen. Es gilt einen branchenübergreifenden Ansatz zu sehen und aktiv auch Kooperationen mit anderen Branchen zu suchen und umzusetzen.

Interessensvertretung

An unsere touristischen Leistungsträger werden die gestellten Anforderungen immer größer und komplexer. Sei es durch Auflagen und Gesetzgebung, Einführung von EU Richtlinien aber auch durch eine Verdichtung des Wettbewerbes.

Wir müssen uns als TVB Osttirol bewusst sein, dass bei der derzeitigen Entwicklung am Arbeitsmarkt und den auferlegten Auflagen unsere Betriebsstruktur gefährdet ist. Beispiele aus der Praxis zeigen uns, dass es hier jetzt schon enormen Handlungsbedarf gibt. Rückgang der Bettenanzahl im Privatzimmerbereich geht mit Umsatzverlusten in der Gastronomie einher. Zurücklegen von Pachtverträgen auf unseren Hütten, sollte ebenso in unserem gedanklichen Fokus stehen. Osttirol steht für qualitative Hütten und als Wanderdestination ist es für unseren Erfolg wesentlich, dass nicht nur die Wanderwege intakt sind, sondern es auch eine funktionierende Hütteninfrastruktur gibt. Es wird für uns als TVB nicht möglich sein, vorrangig Gesetze zu ändern, dennoch sehen wir es als unsere Aufgabe im Sinne der Vertretung der Interessen unserer Mitglieder und für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Destination, dass wir uns mit diesen Themen (Bsp. Gesetzgebung Privatzimmervermieter, Nachfolge für Hüttenwirte etc.) befassen. Es gilt ein Bewusstsein bei den entsprechenden Stellen zu schaffen, wenn nötig auch Druck auf gesetzliche Interessensvertretungen auszuüben und hier im Rahmen unserer Möglichkeiten schon vorhandene Bemühungen einzelner in diesem Bereich zu unterstützen.