Wir haben Heinz Schultz gefragt….

Wir haben Heinz Schultz gefragt….

Mit welchem Ziel trittst du bei den TVB Wahlen an?

“Ich bin angetreten mit dem Ziel, dass wir den Osttirolerinnen und Osttirolern die Möglichkeit geben wollen, wirklich eine Wahl zu haben. Es war bisher immer so, dass in der Stimmgruppe 1 nur ein Wahlvorschlag vorlag und so auch die 4 Mandate eigentlich eindeutig schon in eine Richtung gereiht waren.
Dies hat bedeutet, dass selbst wenn in der Stimmgruppe 2 & 3 ungefähr jeweils die Hälfte gewonnen wurde, die Wahl mehr oder weniger überflüssig war, weil es einfach nie eine andere Mehrheit geben konnte. Wenn in Osttirol jemand eine Veränderung will, wird diese Wahl dies eindeutig zeigen.”

Was ist die Kritik an den bestehenden Verhältnissen?

“Franz Theurl ist sicher fleißig, aber vielleicht nicht zielführend. Dass er allen und jedem alles verspricht, ist einfach sein Naturell. Das ist einfach schade, es sind wahrscheinlich etliche Vorstandsposten versprochen worden und sicher auch sonstiges mehr. Das kann es nicht sein. Ich glaube aber auch eines der großen Mankos ist, dass unter der derzeitigen gesamten Führung, sich keine Geschäftsführung aufbaut.
Der derzeitige TVB hat eines der größten Budgets von ganz Tirol, für das ist eigentlich wirklich wenig weiter gegangen. Es ist sicher nicht leicht einen ganzen Bezirk unter einen Hut zu bringen, jeder hat Wünsche, aber ich glaube da braucht es auch ab und zu ein klares NEIN oder klares JA. Und wenn es ein JA ist, dann muss das einfach auch vertreten werden. Und es kann nicht immer und überall alles versprochen werden und dann nicht eingehalten.”

Du möchtest Martin Gratz als Obmann unterstützen, wie sieht es dann aber mit den eigenen Projekten aus ?

“Ich selbst möchte nicht Obmann werden. Ein Osttiroler soll Obmann werden und daher unterstütze ich Martin Gratz mit seinen Ideen & Gedanken. Wenn ich selbst im TVB eine Funktion inne habe, schade ich mir eigentlich mit meinen Firmen selbst, da ich auf Grund der Befangenheit nicht mitstimmen kann.
Wir haben vor in den nächste Jahren in Osttirol sehr viel zu investieren, dass ist auch ein Grund warum wir diese Wahl mit beeinflussen wollen und uns selbst dieser Wahl stellen. Wir sehen das derzeitige Umfeld so, dass man in Osttirol nicht vernünftig investieren kann. Der Osttiroler Tourismus stellt sich sehr schlecht dar, es werden die Privatzimmervermieter oder auch die Hotellerie viel zu wenig unterstützt. Hier fehlt die wirklich breite Werbung und gutes Marketing. Das sind Fehler die man sieht. Effektiv hat der Osttiroler Tourismus in den letzten Jahren einfach verloren, daher braucht es einen neuen Schwung und eine Qualitätswerbung, die dem gerecht wird.

Wie kann es aus deiner Sicht mit den Lienzer Bergbahnen?

“Absehbar haben wir kein Interesse die Lienzer Bergbahnen zu übernehmen. Wir schätzen die Arbeit und die Führung der Lienzer Bergbahnen sehr. Sie arbeiten auf einem sehr hohen Qualitätsniveau und wir wollen die Lienzer Bergbahnen in einem gemeinsamen Weg so unterstützen, wie wir es bis jetzt auch schon getan haben. Speziell in Lienz gehört weiter investiert und es schadet sicher dem ganzen Bezirk, wenn die Lienzer Bergbahnen nicht gut da stehen.
Ich bin der Meinung, dass es den Bergbahnen generell sicher mehr nützt, wenn wir aktiv mitarbeiten können, als wenn wir als Außenstehende nicht mitarbeiten und warten was geschieht im TVB. Ich denke wir sind Fachleute und wir sind sicher bereit die Lienzer Bergbahnen genauso zu unterstützen und vielleicht sogar noch mehr, wenn wir drinnen sitzen.”

Es geht um die Begeisterung

Es geht um die Begeisterung

“Ohne Begeisterung ist noch nie etwas Großes geschaffen worden“ … dieses  Zitat des Philosoph und Schriftstellers Ralph Emerson begleitet mich schon viele Jahre.

Die Begeisterung Gastgeber zu sein …

Die Begeisterung für unseren geschlossenen, einzigartigen Kultur- und Naturraum ….

Die Begeisterung für die Ursprünglichkeit der Umwelt und diese spür- und erlebbar zu machen …

Die Begeisterung für unser gesundes Traditionsbewusstsein …

Die Begeisterung immer wieder innovativ sein zu können und Neue Wege zu gehen …

Ich möchte, dass ich noch lange Energie aus dieser Begeisterung holen kann und vor allem möchte ich,
dass wir viele Osttiroler mit dieser Begeisterung anstecken und alle gemeinsam für den Tourismus nach vorne schauen und uns neue Ziele stecken.

 

Katharina Hradecky
Hotel Hinteregger.

 

 

Beruf & Leben, wo andere Urlaub machen

Beruf & Leben, wo andere Urlaub machen

Diesen Luxus, in einem Land, einer Region arbeiten und leben zu dürfen, wo andere Urlaub machen und Erholung suchen, hat nicht jeder. Wir müssen behutsam und vorrausschauend damit umgehen.
Die Bevölkerung, Unternehmen, etc. müssen wieder richtig erkennen, dass genau „dieser Tourismus“ eine große Chance für uns ist.

Für das „Team Osttirol mit Martin Gratz“ ist der Punkt Tourismusgesinnung und die Vernetzung des TVB & deren Mitarbeiter speziell mit uns Tourismustreibenden ein großes Thema.

Wir & ich, Markus/Fam. GESSER mit unserem kleinen, familiengeführten 3 Sterne Hotel im Hochpustertal unterstützen voll und ganz diesen möglichen, neuen Weg & die Ideen des „Team Osttirol mit Martin Gratz“ zusammen mit „Team SCHULTZ“!
Es wurde und wird viel gemacht im Bereich Marketing innerhalb des TVB Osttirol. Nur stellt sich auch hierbei die Frage, werden die verfügbaren Mittel tatsächlich „bestmöglich“ eingesetzt bzw. entsprechend gebündelt.

Ich sehe mit dem „Team Osttirol & Martin Gratz“ einen verlässlichen, vertrauensvollen Partner in diesen Belangen auch für uns „Klein-Betriebe“ innerhalb dieses großen, unübersichtlichen Systems. Es geht nicht um ein Gegeneinander zwischen den Mitbewerbern, sondern um ein konstruktives & faires Miteinander, um gemeinsam unser schönes Osttirol zu gestalten und in eine erfolgreiche Zukunft zu führen!

Wichtig ist jetzt, dass ihr alle euer Wahlrecht in Anspruch nehmt und euch mit eurer Stimme für eine früchtetragende Veränderung aussprecht. Es besteht dazu nicht nur die Möglichkeit bei der so unbeliebten Vollversammlung, sondern auch bereits die ganze Woche vor der Wahl in den Regionalbüros von Sillian, Lienz & Matrei!

Gehen wir mit voller Stärke und Motivation in eine neue anstehende Wintersaison und einer hoffentlich etwas veränderten, aber dennoch gemeinsamen Ära mit zufriedenen „Tourismustreibenden“ im TVB Osttirol mit „Martin Gratz & Team Osttirol“!

Ein herzliches Ski- & Bergheil aus dem Hochpustertal,

Euer Markus GESSER

Der TVB auch als Interessensvertreter der Unternehmer

Der TVB auch als Interessensvertreter der Unternehmer

Osttirol ist wie uns allen bekannt, eine Perle in den Alpen. In vielfältiger Weise ist es bei uns möglich, die intakte Natur als Einheimischer und auch als Gast zu erleben. Einer der wesentlichen Gründe, warum sich Gäste für unsere Region entscheiden, ist unsere Kompetenz als Bergsteiger- und Wanderdestination. Ein breitgefächertes Angebot an Wanderwegen, Klettersteigen, Bergsteiger- und Gletscherrouten, sowie ein dichtes Netz an Hütten sind die häufigsten Gründe unserer Gäste, ihren Urlaub in Osttirol zu verbringen.

Aktuelle Entwicklungen und meine Erfahrung als langjähriger Hüttenwirt (20 Jahre Stüdlhütte) und Vermieter zeigen uns aber, dass das Betreiben unserer Hütten stark gefährdet ist. Die Rahmenbedingungen haben sich wesentlich verschlechtert, beziehungsweise sind nicht mehr zeitgemäß.

Immer mehr unsinnige Behördenauflagen, Mitarbeitermangel, Sektionen, die neben hohen Pachtforderungen noch immer nicht erkannt haben, dass es für die Wirtsleute und deren Mitarbeiter ausreichend vernünftige Wohnmöglichkeiten braucht, machen das Bewirtschaften aus gesetzlicher und finanzieller Hinsicht fragwürdig. Es ist schon im Tal extrem schwierig geworden, gute Mitarbeiter zu finden. Für die Hütten ist es aufgrund der derzeitigen Bedingungen noch schwerer. 

In vielen Gesprächen musste ich feststellen, dass die Auswirkungen dieser tourismusgefährdenten Problematik von einigen zuständigen Behörden, politischen und wirtschaftlichen Interessensvertretungen, aber auch von unseren Tourismusvertretern massiv unterschätzt beziehungsweise nicht erkannt werden. Geschlossene Hütten und der damit einhergehende Verfall der Wegenetze hätte fatale Auswirkungen auf den gesamten Bezirk.

Es ist für einen Tourismusverband natürlich nicht möglich, Gesetze und Pachtverträge zu ändern und auch die Mitarbeiterproblematik direkt zu lösen. Aber ein TVB Osttirol wäre bei dementsprechenden Interesse durchaus in der Lage, massiv auf diese Stellen einzuwirken und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Es geht hier nicht nur um die Interessen der Hüttenwirte, sondern um die Interessen aller Tourismusbetriebe im Bezirk.

Wenn es uns Unternehmern gelingt, gemeinsam mit einer neuen Führung im TVB Osttirol diese Problematik zu bearbeiten, bin ich mir sicher, dass es gute Lösungen geben wird. Es muss uns allen ein Anliegen sein, dass unsere schönen und qualitativ hochwertigen Hütten und alle Tourismusbetriebe in Osttirol erhalten bleiben.

Bei der aktuellen Stimmung der Tourismustreibenden in Osttirol bin ich mir sicher, dass es diesmal eine Veränderung geben muss. Die Chancen stehen gut.  

Georg Oberlohr; Großglocknerappartement

Wirtschaftlichkeit als Grundvoraussetzung

Wirtschaftlichkeit als Grundvoraussetzung

Dass Infrastruktur dann und wann auch subventioniert werden muss, ist bekannt. Dass ein Flugplatzkonzept, welches langfristig wirtschaftlich ausgelegt ist, von den Gesellschaftern der öffentlichen Hand abgelehnt wird vielleicht weniger. Dass Tourismusverbände nicht dafür da sind Erwerbsbetriebe zu führen, hat man in den letzten Jahren durch die Abstoßung solcher Rechnung getragen. Teilweise ist man der Aufforderung der Aufsichtsbehörde noch nicht nachgekommen. Also sind die Aufgaben eines Tourismusverbandes wohl woanders zu suchen, nämlich in der Entwicklung und Vermarktung von Angeboten und nicht in der Finanzierung derselben – das ist vielleicht, oder ganz sicher, Aufgabe von Banken & Investoren.

Gemeinden sind demnächst nach dem Unternehmensgesetz bilanzierungspflichtig, der Tourismusverband ist dies schon seit einiger Zeit. Das bedeutet aber auch, dass Bilanzwerte anzusetzen und zu erhalten sind. Keine Geldspritzen für Großprojekte können dann unter dem Deckmantel von Beteiligungen mehr vergeben werden, bei denen von vornherein klar ist, dass sie in kürzester Zeit abgeschrieben werden müssen. Das soll keine Bewertung bislang unterstützter Projekte sein, die an sich höchst erfreulich für den Osttiroler Tourismus sind, sondern den Wunsch nach Transparenz im Förder- und Beteiligungsdschungel Ausdruck verleihen. Im Sinne der Infrastrukturanalyse oder der Destinationsstrategie kann solches ja durchaus einmal sinnvoll sein. Aber dann müssen diese Gelder auch richtig deklariert werden und dürfen nicht eine Katastrophe auslösen, wenn zuvor absichtlich vergebene Förderungen bei Abwertung der Anteile plötzlich ein Loch in der Bilanz aufreißen – beim bisherigen Bilanzierungssystem ohne Folgen sind solche Abwertungen heute jedoch als Verlust auszuweisen und erkennbar. Hier sieht das Tourismusgesetz ganz eindeutig vor, dass keine Abgänge budgetiert werden dürfen! Das und nicht die Verhinderung von Investitionen ist auch der Wunsch der Aufsichtsbehörde, die zwar nicht immer besonders charmant, aber mit Recht auf die immer gleichen Mankos beim TVB Osttirol hinweist.

Um solche Abgänge und Abwertungen zu kaschieren wäre es denkbar praktisch, einfach die Aufenthaltsabgabe zu erhöhen. Dies ist aber nach meinem Empfinden keine Handlung nach kaufmännischen Grundsätzen, denn wer kann heute noch einfach die Einnahmen durch Preiserhöhung in die Höhe schrauben, wenn der Betrieb in Finanzschieflage gerät? Viel nachhaltiger ist, hier eine saubere und transparente Budgetpolitik zu betreiben.

Es braucht mehr Phantasie als in die Taschen der hart arbeitenden Mitglieder bzw. deren Gäste zu greifen, um eine künftige Entwicklung der Destination zu erreichen. 2 Euro Ortstaxe sind bei einem Zimmerpreis von 40 Euro 5%, bei 20-25 Euro, welche Privatzimmervermieter verrechnen können bereits 8-10% und bei einer Almhütte können es schon 20% des Nächtigungspreises sein, während es bei 4/5-Stern-Betten „nur“ ca. 2 Prozent sind. Wenn also beim Wahlrecht die Stimmgruppen eine unterschiedliche Gewichtung haben, dann wäre es nur fair, wenn bei der Aufenthaltsabgabe alle den gleichen Prozentanteil von ihren Logis – Umsätzen bezahlen. Verständnis dafür signalisieren die Großhoteliers, deren Vertreter schon 3 Euro gefordert haben, bereits – der Weg dorthin führt über einen Antrag an den Landtag zur Verordnung einer solchen Systematik. Genauso könnte eine saisonabhängige Höhe der Aufenthaltsabgabe diskutiert und angesucht werden – das ist eine bereits übliche Vorgangsweise in Tiroler Tourismusverbänden und würde auch für die Zukunft zusammen mit einer konzeptionellen Vorgangsweise die Entwicklung Osttirols nicht nur garantieren, sondern sogar in sinnvoller Weise verstärken.

Oberste Priorität hat für uns jedoch die wirtschaftliche Ausrichtung des Tourismusverbandes und somit die Nicht-Notwendigkeit der Ortstaxen-Erhöhung. Wenn 2 Euro Aufenthaltsabgabe in Tirol jetzt schon im oberen Bereich angesiedelt sind, dann stellt sich die Frage warum in Osttirol noch mehr gebraucht wird: Bei einem Budget von weit über 8 Millionen steht pro Nächtigung das doppelte Geld zur Verfügung, wie in vergleichbaren Verbänden (Quelle: Destination Compass Kohl & Partner). Osttirol hat 4,– EUR Budget pro Nächtigung (Ortstaxe +Pflichtbeitrag der Wirtschaft), der Durchschnitt der Tourismusverbände ab 2 Mio. Nächtigungen aber nur 2,2 EUR. Damit ist der TVB Osttirol durchaus finanzstark! Hätte der TVB Osttirol dieselbe Budgethöhe pro Nächtigung wie der Schnitt, dann müssten in Osttirol 3,5 Mio. Gäste nächtigen.


Wolfgang Steiner, MAS

Betriebsinhaber Gästehaus Steinerhof
Selbstständiger Unternehmer (Wärmeerzeugung und Verteilung und Consulting)

Landwirtschaft und Tourismus -mit heimischen Ressourcen zum Erfolg

Landwirtschaft und Tourismus -mit heimischen Ressourcen zum Erfolg

Es ist kein Geheimnis, der Gast schätzt es sehr Produkte auf demTeller zu genießen, welche vor Ort erzeugt werden und über kurze Wege zum Endverbraucher gelangen. Gründe dafür gibt es genug. Zum einen schätzt der Konsument die Qualität und zum anderen spielt auch der Umweltgedanke eine große Rolle. Vielfältig sind aber auch die Gründe aus Sicht der heimischen Wirtschaft, vor allem der Landwirtschaft. Nicht zuletzt findet man zudem gute Argumente aus Sicht der Gastronomie und Beherbergungsbetriebe.

Margit Steiner – Urlaub am Bauernhof Gerlhof in Obernußdorf nennt uns heute ihre persönlichen Gründe, warum es für sie wichtig ist,  die Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft weiter zu intensivieren:    

  • Die Osttiroler Kulturlandschaft ist als ästhetisches Qualitätsmerkmal für den heimischen Tourismus ein wichtiges Marketinginstrument, dies muss vielen noch bewusst gemacht werden, dass ohne der Landwirtschaft unser unmittelbares Umfeld sich anders darstellen würde.
  • Kulturlandschaft/Landwirtschaft gehört allerdings nicht nur als Schaufenster genutzt – sondern es müssen Wege gefunden werden, um eine echte WIN-WIN-Situation für beide Seiten zu ermöglichen.
  • Besonders viehhaltende Landwirtschaft leistet einen zentralen Beitrag zum Erhalt eines attraktiven Landschaftsbildes und einer abwechslungsreichen ländlichen Kulturlandschaft. Gerade dieses Bild wünscht sich der Gast und danach sehnt er sich.
  • Die kleinen bäuerlichen Betriebe produzieren nachhaltig und authentisch echte Lebensmittel – die es gilt noch besser an die Gäste/Konsumenten zu kommunizieren und zu vermarkten. (Geschichten erzählen, Sehnsüchte wecken, unverwechselbare Erlebnisse für zu Hause gestalten, Erinnerungen wecken…)
  • Gerade in einer abgelegenen Region wie Osttirol ist es wichtig, wirtschaftliche Alternativen wie z.B. nachhaltigen Tourismus zu fördern und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, um die Attraktivität und die Lebensqualität in Osttirol aufrechtzuerhalten.
  • Ein natur- und sozialverträgliches Urlaubsangebot zwischen Tourismus und Landwirtschaft ist ein echter Zukunftsgarant.
  • Ein wichtiges Instrument zur Belebung der Region Osttirol kann auch ein noch stärkerer Aufbau von regionalen Kooperationen im Bereich Landwirtschaft, Gastronomie/Handel & weitere sein – ganz nach dem Motto Tourismus trifft Landwirtschaft.

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt aber auch auf, wie schwer es ist diese Ressource für alle Beteiligten nutzbar zu machen. Es wird in diesem Blog nicht möglich sein alle Betätigungsfelder mit einer Analyse und Lösungsansätzen zu beleuchten. Vielmehr geht es darum anzuregen sich mit dieser, noch zu wenig genutzten Möglichkeit und Chance, intensiv auseinander zu setzen. Wie in allen Bereichen setzt es eine ganzheitliche Betrachtungsweise voraus. Die Kette vom Erzeuger bis hin zum Konsumenten muss lückenlos funktionieren. Wir freuen uns, wenn auch du deine Gedanken und Ideen einbringst zu diesem für uns alle so wichtigen Thema. Es ist uns wichtig einen ganzheitlichen Denkansatz zu haben, daher laden wir auch alle ein, die eine Affinität zum Thema Landwirtschaft & Tourismus haben, in diesem Bereich mit uns gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Die Genuss Region Österreich, (dabei handelt es sich um eine geschützte Marke der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH und des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), sieht sich in erster Linie als Informationsstelle für die Bevölkerung. Die Vorteile sind klar definiert und auf der Homepage leicht verständlich nachzulesen. Es gibt zahlreiche Genussregionen wobei Osttirol mit „Osttiroler Berglamm“ und „Osttiroler Kartoffel“ aufscheint. Der Blick hinter die Kulissen offenbart die Tatsachen, dass es für den Produzenten ein holpriger Weg ist die Produkte anzubringen und für den Gastronom aufwendig das Produkt zu beziehen. Auch Betriebe sind gelistet. Sucht man nach Genuss-Wirten findet man in der Stadt Lienz 6 und in Matrei 9 Restaurants und Lokale. Das ist eine durchaus erfreuliche Entwicklung und trotzdem, es gibt noch viel Luft nach oben. Mit dem Stadtmarkt Lienz der jedes Wochenende zum Einkaufen einlädt und dem Talmarkt in Matrei, wurden weitere wichtig wichtige Akzente in Osttirol gesetzt, genauso wie die kleinen Bauernläden in den Orten & Tälern. Die jüngste positive Initiative ist die Almsennerei Tauer. Viele Hoteliers und Köche in der Region bemängeln allerdings auch die fehlende Verfügbarkeit und die Konstanz in der Qualität.

 

Dazu meint Philipp Jans vom Figerhof in Kals und Obmann des Direktvermarktungsgenossenschaft Matrei:

Tatsächlich sind noch einige Hürden zu nehmen und es gibt sehr viele Argumente die dagegen sprechen und beschreiben warum es nicht funktioniert. Am Beginn muss uns aber klar sein, es kann nur gelingen wenn wir gemeinsam denken. Die gegenseitige Wertschätzung sind für ihn Grundvoraussetzung. Notwendig sein wird auch eine Organisation als Bindeglied vom Erzeuger zur Endvermarktung. Es gibt bereits gute Ansätze  im Bezirk, jedoch hinken wir weit hinter her, wenn man sich die Umsetzung in anderen Regionen ansieht. Serfaus lebt die Kooperation Tourismus und Landwirtschaft schon seit über 20 Jahren und ist damit durchaus erfolgreich. Der Gastwirt meldet seinen Bedarf und der Landwirt schlachtet und produziert. Auch hier liegt der Schlüssel zum Erfolg in einer zentralen Servicestelle.

Eine große Herausforderung ist es den Fokus nicht nur auf „Edelteile“ zu richten, sondern auch die „Randprodukte“ erfolgreich zu positionieren. Eine Möglichkeit sind kreative Produkte von Würste bis hin zu Fleischkäse. Es wird noch viel Anstrengung nötig sein, um in diesem Bereich eine Wertschöpfung für die heimische Wirtschaft zu erwirtschaften. Ein Blick über unsere Grenzen hinaus zeigt aber, dass es möglich ist. Am Beginn dieses Prozesses muss aber ein gemeinsamer Willen stehen.

Über diesen gemeinsamen Willen freuen wir uns beim Team Osttirol sehr und sind gespannt, welche Ideen & Konzepte gemeinsam mit unserem Team und allen die Interesse haben in den nächsten Wochen und Monaten entstehen.

Von einer erfolgreichen Umsetzung dieser gehen wir für die Zukunft aus, da uns die Wichtigkeit und Notwendigkeit dessen bewusst ist.

Margit Steiner, Philipp Jans & Martin Gratz

 

Warum Sie zur Wahl gehen sollten!

Warum Sie zur Wahl gehen sollten!

Liebe Osttirolerinnen und Osttiroler!

Es freut mich, dass ihr in unserem Blog vorbeischaut und euch die Zeit zum Lesen nehmt. Ich möchte in den nächsten Wochen diesen Blog gemeinsam mit meinem Team nutzen, um über aktuelle Themen den Gedankenaustausch zu pflegen, euch an unseren Überlegungen teilhaben lassen und auch durchaus kritische Themen ansprechen.

Eure Kommentare und Rückmeldungen sind jederzeit willkommen und ich freue mich über eine rege Kommunikation mit euch, sei es über diesen Blog, unseren Facebook – Kanal oder im persönlichen Gespräch. Seit Jahren fällt mir in verschiedenen Gesprächen auf, dass wir Osttiroler unser TVB Wahlsystem sehr stark hinterfragen. Eine gewisse Frustration hat sich breit gemacht und ich kann gar nicht sagen, wie oft ich die Aussage gehört habe: „Es bringt doch nichts zur Wahl zu gehen, es entscheidet ja sowieso alles die Stimmgruppe 1. Die machen sich das untereinander aus und fertig, warum soll ich da dann überhaupt zur Wahl gehen?“.

Es mag stimmen, dass sich über die Jahre das Gefühl verfestigt hat, man könne nichts ändern und habe kein Mitentscheidungsrecht. Die Wahrheit ist eine andere, wir alle haben es in der Hand, ob es eine touristische Veränderung gibt oder nicht. Das Wahlsystem als solches bietet uns diese Möglichkeit sehr wohl, nur müssen wir sie nutzen.

Viele haben eine falsche Annahme darüber, wie unser Wahlsystem funktioniert und daher möchte ich die Gelegenheit gleich in unserem 1. Blog nutzen, dies richtig zu stellen.

Es ist richtig, dass es 3 Stimmgruppen gibt und hier innerhalb der Stimmgruppen eine Gewichtung vorliegt.
Die Stimmgruppe 1 besteht aus 33 Wahlberechtigten, die Stimmgruppe 2 aus 179 und die Stimmgruppe 3
aus 3949 Wahlberichtigen. Vielfach herrscht die falsche Annahme vor, dass somit eine Stimme aus Gruppe 1
gleich viel zählt wie 120 Stimmen aus Gruppe 3.

Richtig ist jedoch, dass jede Stimmgruppe für sich ihre Mitglieder im Aufsichtsrat wählt und hierbei jede Stimmgruppe jeweils 4 Aufsichtsräte stellt. In Summe somit 12 Aufsichtsräte plus 2 Bürgermeister, welche bis zur nächsten Gemeinderatswahl BGM Ing. Matthias Scherer aus Obertilliach und BGM Anton Steiner aus Prägraten sind. Hier ist schon ersichtlich, dass es sehr wohl wichtig ist zur Wahl zu gehen, denn nur wenn man die Personen seines Vertrauens aus seinem bevorzugten Team in den Aufsichtsrat wählt, hat man die Gewissheit gut vertreten zu sein. Dazu braucht es wiederum innerhalb der eigenen Stimmgruppe die entsprechenden Anzahl an Wählern mit ihren Stimmen.

In weiterer Folge wählen die 12 Aufsichtsräte gemeinsam mit den beiden Bürgermeistern den Aufsichtsratvorsitzenden, den Obmann und den Vorstand. Im Aufsichtsrat zählt jede Stimme gleich viel, egal ob es ein Aufsichtsrat aus Stimmgruppe 3 oder 1 ist. Es ist daher wichtig, als Team in den jeweiligen Stimmgruppen eine möglichst hohe Anzahl an Aufsichtsräten zu stellen, um so am Ende auch Einfluss auf die Wahl des Obmanns und den Vorstand nehmen zu können.

Generationen haben dafür gekämpft mitbestimmen zu können und beinahe schaut es so aus als wäre dieser Kampf umsonst geführt worden. Der Anteil der Nichtwähler ist erschreckend hoch. Es mag Gründe geben die viele Menschen davon abhalten wählen zu gehen, allerdings sollte man sich dessen bewusst sein, dass damit wenig erreicht werden kann. Die notwendige Veränderung im Tourismus kann nur gelingen, wenn alle die eine Veränderung wollen auch tatsächlich wählen gehen.

Bei der Tourismuswahl im Jahr 2012, bei der das Team Osttirol erstmals angetreten ist lag die Wahlbeteiligung bei nicht einmal 30%. Wie können wir etwas verändern oder mitgestalten, wenn dieses Recht wählen zu dürfen auch heuer nicht genutzt wird?

Ich bitte euch daher alle, euer Wahlrecht am 18.12.2017 zu nutzen! Ich möchte euch auch darauf hinweisen, dass es im Jahr 2015 zu einer Gesetzänderung gekommen ist. Bei der heurigen TVB Wahl kann nicht mehr mittels Vollmachten gewählt werden. Jeder Stimmberechtigte muss sein Wahlrecht persönlich wahrnehmen, kann dies aber die Woche vor der Wahl täglich im TVB Büro in Lienz, Sillian & Matrei tun.

Wir bitten und appellieren an alle ihr Wahlrecht bei der Tourismuswahl wahrzunehmen. Es zählt jede Stimme, wenn wir einen neuen erfolgreichen Weg im Osttiroler Tourismus beschreiten wollen. Alles Liebe und bis bald hier zu unserem nächsten Blog.


Euer Martin Gratz