Das operative Team ist der Schlüssel zum Erfolg

Das operative Team ist der Schlüssel zum Erfolg

Eine klare Struktur und Aufgabenverteilung
ist Grundvoraussetzung für erfolgreiches Arbeiten in jedem Unternehmen, dies gilt ebenso für den TVB Osttirol.

Das Team Osttirol mit Martin Gratz als Obmann sieht es als wesentliche Aufgabe diese Strukturen umgehend zu schaffen. Gewählte Funktionäre wie auch der Obmann können und sollen nicht die operativen Agenden übernehmen. Vielmehr muss dafür ein Team entwickelt werden, welches sich in Eigenverantwortung entsprechend der vorgegebenen Ziele um diese Belange kümmert.
Es steckt sehr viel Potential und Know How im Mitarbeiter Team des TVB Osttirol, dieses gilt es zu entfalten und den Freiraum zu schaffen, so dass sich Mitarbeiter entsprechend ihren Stärken entwickeln können. Sie sind die Fachleute im Tourismus und sie müssen verantwortlich sein für die gesetzten Maßnahmen.
Die gewählten Funktionäre und der Obmann dürfen im Tagesgeschäft keinen Einfluss nehmen, nur so kann sich ein selbstständig handelndes Team entwickeln und kreative Prozesse, die es für unsere Region braucht, finden ihren Raum.
Es braucht konkret definierte Aufgaben für die Mitarbeiter und abgegrenzte Bereiche, in welchen eigenverantwortlich und selbstständig gearbeitet werden kann.

 

Die Organisation – das Unternehmen TVB Osttirol für die Zukunft

In einem erfolgreichen Unternehmen braucht es klare Strukturen und Verantwortlichkeiten. Nur mit einer konkreten Aufgabenverteilung können wir unsere Ziele effizient erreichen. Die Teams müssen eigenverantwortlich den erforderlichen Aufgaben gerecht werden.

Ziel ist es ein Team zu formen, das aktiv zusammenarbeitet. Dazu soll es künftig neben der operativen Geschäftsführung starke Bereichsleiter- und -innen geben, welche die definierten Aufgaben eigenverantwortlich umsetzen. Sie sind für die Kommunikation und Kooperation innerhalb sowie zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen, Außenstellen und auch den diversen Leistungsträgern mitverantwortlich. Die Aufgabenverteilung muss entsprechend der Stärken und Schwächen der einzelnen Teammitglieder erfolgen.

Der/die Geschäftsführer/in sollte die Geschäfte alleine führen, der Vorstand in Abstimmung mit der Geschäftsführung sich auf die strategische Orientierung der Destination sowie auf Grundsatzentscheidungen und Repräsentationsaufgaben konzentrieren. Der Aufsichtsrat soll seine kontrollierende Funktion in allen wichtigen Belangen wahrnehmen, insbesondere im Hinblick auf die Finanzen und die Einhaltung der strategischen Orientierung.
Die gewählten Gremien und Funktionäre haben keine operativen Aufgaben und Verantwortlichkeiten.Die Geschäftsführung ist mit den erforderlichen Kompetenzen und den für effiziente Arbeitsabläufe notwendigen Freiräumen auszustatten. Die klar formulierten Ziele und Strategien sowie die Positionierung der Destination bilden für die Geschäftsführung den Rahmen, in dem sie sich weitgehend selbständig bewegen kann und ihre Entscheidungen im Rahmen des abgesegneten Budgets eigenverantwortlich trifft.Ziel muss es sein, dass eine offene Kommunikation innerhalb des Unternehmens (von der Zentrale in die Region und umgekehrt) das tägliche Arbeiten prägt, ein laufender Austausch untereinander erfolgt und eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Regionen, Mitarbeitern und Leistungsträgern gelebt wird. Dazu wird es notwendig sein mit gutem Vorbild voran zu gehen, aber auch im Bereich Teambuilding sich bewusst Zeit zu nehmen und zu geben.

Es gilt eine Organisationsstruktur aufbauen, so dass die Entwicklung, die Bewerbung und ebenso der Verkauf von Produkten und Angeboten lückenlos funktioniert. Die Arbeitsprozesse innerhalb der Firma müssen ohne Reibungsverluste und Kommunikationsdefizite ablaufen können. Das setzt voraus, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigenverantwortlich in einem Team zusammenarbeiten und jeder bereit ist, sich einzubringen und gegenseitig Synergien im Sinne der Region zu nutzen.

In den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steckt viel individuelle Kreativität, diese gilt es zum Leben zu erwecken und zu nutzen. Freude am Tun und Motivation können nur unter entsprechenden Rahmenbedingungen vorherrschen. Wertschätzung gegenüber unserem Team muss als Selbstverständnis gelten.

Martin Gratz

Rückblick und Ausblick auf die Arbeit des Team Osttirol

Rückblick und Ausblick auf die Arbeit des Team Osttirol

Die Jahreshauptversammlung bot Zeit für einen Rückblick

Bei der Jahreshauptversammlung am 24. November im Kolpingsaal in Lienz, konnte Obmann Martin Gratz auf ein ereignisreiches Vereinsjahr 2018 zurückblicken.
Das aktive Einbringen bei den Sitzungen zur Erarbeitung einer neuen Geschäftsordnung, treffen von wichtigen Weichenstellungen im Aufsichtsrat und die offene Kommunikation sowie der Austausch mit den Mitgliedern des gesamten TVB Osttirol bestimmten das vergangene Jahr des Vereins.

Rückblick und Ausblick
Das Team Osttirol trat in den Stimmgruppen II und III zur Wahl an und konnte jeweils zwei der vier zu vergebenen Mandate erreichen. Mit Margit Aigner, Martin Gratz, Max Passler und Wolfgang Steiner zogen insgesamt 4 Team Osttirol Mitglieder in das Gremium des Aufsichtsrates des TVBO ein.
Die 4 Aufsichtsräte gingen mit viel Engagement und Motivation an die verantwortungsvolle Aufgabe im Aufsichtsrat heran.

Bei insgesamt 8 Aufsichtsratssitzungen, 5 Arbeitssitzungen zur Erarbeitung einer neuen Geschäftsordnung und 4 Überprüfungssitzungen im Jahr 2018, brachte sich das Team Osttirol konstruktiv ein. Es ging um die Weiterentwicklung der Region und den Aufbau neuer Strukturen, so dass sich künftig Orte stärker einbringen können. Dies spiegelt sich in der neuen Geschäftsordnung des TVBO, welche maßgeblich vom Team Osttirol mitentwickelt wurde, wieder.

Die Ausgabenstruktur wurde kritisch hinterfragt, um die wichtigen Weichen für die Zukunft auch im Budget zu stellen. Es ging vor allem darum eine Evaluierung der Ausgaben vorzunehmen. Sich dabei jeweils die Frage zu stellen, was kostet es uns und was bringt es Osttirol an touristischen Mehrwert. Nur durch dieses Hinterfragen und Evaluieren kann es uns gelingen Budgetmittel für das Marketing und neue Umsetzungsideen frei zu bekommen. Und genau darum geht es für das Team Osttirol – in die Zukunft zu schauen. Heute die Weichen zu stellen, um nicht immer nur zu reagieren, sondern aktiv zu agieren und eine moderne Tourismusentwicklung zu sichern.

Neben der Aufgaben im Aufsichhtsrat organisierte der Verein mehrere Veranstaltungen für die TVB Mitglieder. Unter dem Motto „On Tour“ informierte Martin Gratz am 14. April im Gasthaus Islitzer in Prägraten, am 29. April im Gösserbräu in Lienz und am 16. Mai im Restaurant Heimspiel Heinfels interessierte Wirtschaftstreibende über aktuelle Entwicklungen sowie Trends im Tourismus und hörte auf die Anliegen, Sorgen und Visionen der Menschen vor Ort.

Hoch hinaus ging es in der Veranstaltungsreihe „Bergauf mit Team Osttirol“. Bei den 3 Terminen in Matrei – Goldried, Sillian – Thurntaler und Lienz – Zettersfeld, gab es eine gemeinsame Bergfahrt, eine gemütliche, leichte Wanderung und ein Kurzimpulsreferat von Martin Gratz: „Wer kopiert verliert“ und „Agieren statt Reagieren“ waren die Kerninhalte.
Ziel all dieser Veranstaltungen ist es gemeinsam mit der ganzen Region den Tourismus in Osttirol zu gestalten. Transparenz und offene Information steht für das Team Osttirol im Fokus, denn nur so kann man erfolgreich für Osttirol arbeiten. Es braucht das Miteinander mit den Leistungsträgern aus ganz Osttirol und das Hinhören auf die Bedürfnisse der Anbieter, genauso wie den Blick auf die Trends und den Mitbewerb in anderen Regionen.

Christian Tegischer, er zeichnet für Website und Social Media Auftritt verantwortlich, analysierte bei der Jahreshauptversammlung die vergangene TVB Wahl anhand von Grafiken. Hier wurde einmal mehr deutlich, dass das Team Osttirol, bezogen auf die abgegebenen Stimmen, die letztjährige Wahl klar gewonnen hat. Das Team Osttirol hat 58 % der abgegebenen Stimmen für sich verbuchen können.
Dieses Wahlergebnis und die damit verbundene klare Zustimmung der Mitglieder zur Erneuerung des TVB Osttirol sieht das Team Osttirol auch als Auftrag bei der Neuwahl 2019 wieder anzutreten, um die Veränderung für die Zukunft zu sichern.
Die Erstellung der neuen Wahlliste erfolgt in den nächsten 2 bis 3 Wochen.

Das erklärte Ziel ist Erneuerung, das Schaffen von neuen Strukturen im operativen Bereich und der Einsatz der Mittel für touristische Leitprodukte in der ganzen Region, sowie die Verstärkung eines professionellen Marketings. Es geht darum neue Wege zu gehen, da auch der Tourismus und das Verhalten der Gäste ständig im Wandel ist. Darauf gilt es dringend zu reagieren und Osttirol mit seinen Vorzügen – Natur, Stadterlebnis & Outdoormöglichkeiten – am Markt zu positionieren.


Martin Gratz & euer Team

Höhere Ansprüche versus weniger Fachpersonal

Höhere Ansprüche versus weniger Fachpersonal

Unsere Herausforderung: immer höhere Ansprüche an Service & Qualität im Gegensatz zu immer weniger Fachpersonal!

Wir müssen uns die Frage stellen:
Wie können Tourismusbetriebe den Spagat zwischen dem wachsendem Gästeanspruch an die Sevicequalität und zunehmendem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern schaffen?

Wir wissen, dass wir auch in Zeiten des Internets, der Digitalisierung und Technologiesierung unsere Gäste persönlich begeistern und emotionalisieren müssen. Hard Skills, Ausstattung und Infrastruktur sind die Basis, die Grundvoraussetzung. Aber neben diesen Basics spielen die Soft-Skills im Tourismus eine sehr große Rolle, und das ist durchaus verständlich, denn Tourismus ist immer noch ein „Geschäft“ von Mensch zu Mensch.

Gerade deshalb braucht es qualifizierte Mitarbeiter. Um den Ansprüchen der künftigen Gäste gerecht zu werden, brauchen wir in unserer Branche gut ausgebildete und motivierte junge Mitarbeiter. Viele Unternehmen befürchten, keinen qualifizierten Nachwuchs mehr zu bekommen, denn der nun auf den Arbeitsmarkt drängende Generation – die sogenannte Handy-Generation – sagt man nach sie sei nicht mehr so leistungsbereit und spaßorientiert.

Wir haben vor kurzen dazu den jungen deutschen Autor und Unternehmensberater Philipp Riederle bei einem Symposium gehört.

Er sprach über seine Generation und die Ansprüche an Unternehmer, um künftig gutes Personal einstellen zu können.
Für Riederle ist seine Generation gut ausgebildet, sehr flexibel und sie hat ein riesiges innovatives Potenzial. Sie wollen gestalten, verändern und mit Vorgesetzten auf Augenhöhe kommunizieren. Die Arbeit muss zum Leben passen, sie muss sinnvoll sein und begeistern.
Nur unter diesen Rahmenbedingungen will seine Generation aktiv zum Erfolg eines Unternehmens beitragen.

Fachkräftemangel und demographischer Wandel stellen Unternehmen vor große Herausforderungen Die Frage ist, wie das Miteinander der Generationen im Arbeitsalltag funktionieren kann.
„Wir arbeiten in Strukturen von gestern, mit den Methoden von heute, an Problemen für morgen.“ Mit diesem Zitat von Wirtschaftswissenschaftler Knut Bleicher begann Riederle seine Ausführungen.

Um konkurrenzfähig zu sein, ist es unabdingbar, dass sich Unternehmen egal ob rein im Dienstleistungssektor tätig oder im technischen Bereich mit neuen Technologien beschäftigen und diese implementieren. Riederle ist der Meinung, dass dieser Prozess hin zu Technologieunternehmen in einem enormen Tempo stattfindet. Alle einfacheren Tätigkeiten würden wegfallen und die Mitarbeiter brauchen einen komplett neuen Führungsstil. „Nicht wir arbeiten für unseren Chef, sondern unser Chef arbeitet für uns, damit wir vernünftig arbeiten können“, sagt Riederle.
Auch über die Rahmenbedingungen von Arbeit müsse man ganz neu nachdenken. Die gefragte Generation wächst mit Themen wie Terroranschlägen, Wirtschaftskrise und Flüchtlingsdebatte auf. Gefühlt scheint es Sicherheit im klassischen Sinne in der Form für die Zukunft nicht mehr zu geben. Geld bietet daher auch nicht den alleinigen Anreiz, es kann der jungen Generation die Sicherheit nicht geben. Für die jungen Menschen ist klar, der nächste Einbruch kommt. Deshalb würden junge Menschen im Arbeitsalltag ganz andere Dinge suchen als noch ihre Eltern. Es gehe für sie mehr darum, im Beruf eine gute Zeit zu haben und möglichst viele Erfahrungen zu machen. Unternehmer müssen daher offen sein, Veränderungen und neue Denkmuster zulassen.

Auch ein TVB muss sich diesen Herausforderungen stellen und sich aktiv für die Branche und seine Leistungsträger mit der Thematik qualifizierte Mitarbeiter, Soft Skills und Weiterentwicklung des Arbeitsumfeldes auseinandersetzen. Nur gemeinsam wird es uns gelingen die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.
Dies ist die Aufgabe im TVBO, diese gilt es anzugehen und dass Team Osttirol mit Martin Gratz steht für diese Zugang der Veränderung, der neuen Ideen und will diese endlich aufgreifen und umsetzen.

 

Neuwahl im TVBO ist eine Chance für Osttirol

Neuwahl im TVBO ist eine Chance für Osttirol

Nur gemeinsam werden wir es schaffen touristisch erfolgreich zu sein.  Mit dieser Botschaft trat das Team Osttirol letztes Jahr zur Wahl an. 60 % der Wähler schenkten uns nicht zuletzt auch dadurch ihr Vertrauen. In erster Linie waren es aber inhaltliche Themen, die wir nach wie vor auf unserer Website online kommunizieren, mit denen wir die Mitglieder von unserer Kompetenz überzeugen konnten. Die unglückliche und demokratiepolitisch bedenkliche Vorgangsweise bei der Aufteilung von Obmann und Vorstandsposten, kann im Nachhinein als großer Fehler betrachtet werden. Unmittelbar nach der konstituierenden Sitzung im Stadtsaal äußerten sich Heinz Schultz und Martin Gratz sehr skeptisch darüber und sie sollten, wie sich bereits nach kurzer Zeit zeigte, auch Recht behalten.

Nun besteht die Chance diese Fehler zu korrigieren. Machtpolitisch motivierte Spiele können wir uns in Osttirol nicht leisten. Wer sich weiterhin dafür einsetzt oder instrumentalisieren lässt Stadt und Land noch weiter gegeneinander auszuspielen, handelt grob fahrlässig. Wir wissen dass es uns nur mit vereinten Kräften gelingt erfolgreich zu sein.

Das Team Osttirol konnte sich in den letzten Monaten inhaltlich weiter positionieren. Die Grundlage der Geschäftsordnung, mit den Schwerpunkten Neugründung von Ortsauschüsse, der Zugang themenbezogen und überregionale Angebote zu entwickeln und klare Strukturen im operativen Bereich des TVBO zu schaffen, trägt die Handschrift von Martin Gratz und seinem Team. Es bleibt zu hoffen dass diese Neuerungen und nötigen Reformen vom neuen Vorstand und Aufsichtsrat, der voraussichtlich Mitte Februar gewählt wird, nun möglichst rasch mit der notwendigen Ernsthaftigkeit umgesetzt werden.

Wir bringen uns in den Sitzungen aktiv ein, um sicherzustellen  dass die  Handlungen im Sinne der Witrschaftlichkeit der Osttiroler Betriebe umgesetzt werden.

Wir hinterfragen Dinge aus der Vergangenheit da es uns notwendig erscheint, einen neuen konstruktiven Weg in die Zukunft zu gehen.

Daher freuen wir uns über diese Chance für den Osttiroler Tourismus und laden alle ein mit uns gemeinsam die Region Osttirol mit seinen attraktiven Destinationen positiv weiter zu entwickeln.

Martin Gratz

 

Courage für den Tourismus in Osttirol

Courage für den Tourismus in Osttirol

Gespanntes Warten auf Urteil zur Wahlanfechtung

Bereits während der Vorwahl war uns die mangelhafte Sicherung der Wahlurnen mit Standardvorhängeschlössern und der Einwurfschlitze sowie die Verwahrung derselben ein Anliegen, was wir schon damals an Dr. Föger kommunizierten. Diese, durch Mitglieder des Team Osttirol angebrachte Kritik stieß seinerzeit allerdings auf taube Ohren. Bekanntlich wurden dann auch mehrere Beeinspruchungen beim Landesverwaltungsgericht durchgeführt. Der schon länger bekannten Wahlanfechtung von Andreas Köll wurde von der Richterin ein unerwarteter Aspekt hinzugefügt, indem sie die Gültigkeit der Bezirksliste insofern anzweifelte, als dass die Liste unter Berücksichtigung der Vorwahlen zu spät angemeldet worden sein könnte. Aber nicht diese Verhandlung steht im Fokus unseres Interesses, sondern besonders jene des Lienzer Unternehmers Christian Tegischer, der nach der Wahl 3 Punkte zunächst beim Amt d. Tir. Landesregierung beeinspruchte:

1. Die Rechtskonformität der Sicherung der Wahlurnen
2. Die Verlängerung der Wahlöffnungszeiten und
3. Zuviel abgegebene Wahlzettel

Nachdem diese erste Intervention Ende Februar vom Amt der Landesregierung abgewiesen wurde, erfolgte die Beschwerde von Christian Tegischer mittels der Anwaltskanzlei Seirer & Weichselbraun beim Landesverwaltungsgericht in Innsbruck und wurde bereits am 11.09.2018 am Vormittag in Innsbruck verhandelt. Wir möchten Euch diesen Schriftverkehr an das Landesverwaltungsgericht nicht vorenthalten und bedanken uns bei Herrn Christian Tegischer für die Zurverfügungstellung des Dokumentes, welches hier als PDF zum Download zur Verfügung steht.
Fest steht wohl, dass die Unrechtmäßigkeit der Vorgänge rund um die letzten Tourismuswahlen gegeben ist, nicht aber, ob dies auch ausreichend für eine Wieder- oder Neuwahl ist – wir warten gespannt auf das jenen Moment ergehende Urteil aus Innsbruck…

Hier das Beschwerdeschreiben an LVWG Innsbruck in voller Länge!

Ihre Stimme zählt!

Ihre Stimme zählt!

Wir erheben unsere Stimme für den Verbleib von Frau Mag. Eva Haselsteiner im Osttiroler Tourismus!

Der Erfolg der letzten Jahre im Osttiroler Tourismus trägt die Handschrift von Mag. Eva Haselsteiner gemeinsam mit ihrem Team. Ihr ist es gelungen ein Team zu formen und funktionierende Strukturen im TVBO und der OW aufzubauen. Das Team Osttirol und auch die Familie Schultz schätzen die Arbeit und den kompetenten touristischen Weg von Mag. Eva Haselsteiner sehr. Vor diesem Hintergrund, all diesen positiven Entwicklungen der letzten Jahre ist ihre Kündigung fachlich nicht nachvollziehbar und menschlich verwerflich.

Noch besteht die Chance, dass Mag. Eva Haselsteiner weiterhin mit ihrem Team für Osttirol arbeiten und den erfolgreich eingeschlagenen Weg weiterverfolgen kann.
Es liegt aber an jedem Einzelnen hier für Lösungen zu sorgen, wir bitten Sie um Ihre Unterstützung. Setzen Sie mit uns ein Zeichen und unterschreiben Sie hier für den Verbleib von Frau Mag. Eva Haselsteiner.

GANZ EINFACH: 

  1. Formular drucken: Unterschriftenaktion – Formular
  2. Unterschreiben und einscannen und an info@teamosttirol.at mailen oder ein Foto des Formulars an Martin Gratz 0043 664 36 19 254 senden.

Wir werden als Aufsichtsräte diese Unterschriften sammeln und in den nächsten Wochen dem Vorstand übergeben.

Bitte zögern Sie nicht es geht um unseren Tourismus und die Zeit drängt.

VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG !

 

 

 

 

AR- Sitzung am 20. Juni: viele Fragen, wenig Antworten und viele Fragezeichen

AR- Sitzung am 20. Juni: viele Fragen, wenig Antworten und viele Fragezeichen

Wir, das Team Osttirol haben auch bei der letzten Aufsichtsratsitzung gemeinsam mit Heinz Schultz Fragen und Anregungen im Vorfeld an die Aufsichtsratssitzung schriftlich nach § 14 des Tiroler Tourismusgesetz eingebracht. Wir wollen uns auf Sitzungen vorbereiten, Dinge konsequent vorantreiben und vor allem müssen Abmachungen & Zusagen aus den vorherigen Sitzungen eingehalten und umgesetzt werden.

Diese Bemühungen um den Tourismus in Osttirol, wurden vom Obmann mit dem Begriff „Traktierpapier“ kommentiert. Wir haben dies zu Kenntnis genommen, wollten uns aber in weiterer Folge nicht weiter auf dieses Niveau begeben und uns sachlich in die Diskussion eingebracht.

Folgende 13 Fragen wollten wir gemeinsam behandelt wissen:

  1. Detailliertes Marketing Budget Winter 2018/19 wie bereits angefordert und bei AR Sitzung vom 05. März 2018 vereinbart.
  2. Vorschlag über Marketing Budget Sommer 2019, wie bei der AR Sitzung vom 5. März 2018 vereinbart.
  3. Bericht über den Status Quo der Umsetzung der neuen Geschäftsordnung in Bezug auf die Ortsausschüsse.
  4. Vorlage der Stellenbeschreibungen und Präsentation des Organigramms, gemäß der vorbehaltlichen Zustimmung zur neuen Geschäftsordnung.
  5. Auskunft über Agenturen die 2017 und 2018 für den TVB arbeiten bzw. Leistungen in Rechnung stellen.
  6. Detaillierter Sponsoren Vertrag mit dem Bora Radteam wie schon im Überprüfungsausschuss am 08. Mai eingefordert.
  7. Wurde die gesetzlich vorgeschriebene Generalversammlung der Osttirol Werbung GmbH schon durchgeführt? Übermittlung des Jahresabschlusses wurde angefordert.
  8. Vorlage des Vertrages mit der Österreich Radrundfahrt bzw. Informationen über diesen Event inklusive Sach-, Dienst- und Zusatzleistungen des TVB.
  9. Wann werden die Vorschläge zum Logo Relaunch präsentiert, welche Agenturen haben sich beteiligt und wie schaut der Kostenrahmen dazu aus?
  10. Wie erfolgt die Umschichtung der € 75.000,00 welche für TV Spots im Winter 2018/19 vorgesehen waren?
  11. Wie sehen die Vorschläge für die Möglichkeiten der Betriebe zur Beteiligung an Werbeaktionen aus und wie ist hier die weitere Vorgangsweise?
  12. Wer steht bei der Aufsichtsratssitzung für Fragen und Antworten zur Destinations-Strategie zu Verfügung?
  13. Was gedenkt TVB Osttirol in Sachen Pauschalreisen neu vor allem auch für Kleinbetriebe und Privatzimmervermieter zu tun?

 

Auf Grund des Tiroler Tourismusgesetzes und der Verschwiegenheitspflicht der Aufsichtsräte kann in diesem Blog nicht zu jeder Frage detailliert Auskunft geben werden. Wir halten es auch nicht für sinnvoll die Presse darüber in Kenntnis zu setzen, da wir sachlich und vor allem im Sinne eines erfolgreichen Unternehmens die Punkte vorantreiben wollen für eine positive Entwicklung der gesamten Region & Partner.

Auf 3 Fragestellungen wurden speziell auch auf Anregung unserer TVB Mitgliedern (siehe unsere On Tour Termine) gestellt. Daher sehen wir es als unsere Pflicht euch auf diesem Wege kurz Auskunft zu erteilen.

Frage 3. Bericht über den Status Quo der Umsetzung der neuen Geschäftsordnung in Bezug auf die Ortsausschüsse

Antwort: Es wird bis Ende Juli dauern bis alle Ortsauschüsse konstituiert sind.

Frage 4. Vorlage der Stellenbeschreibungen und Präsentation des Organigramms, gemäß der vorbehaltlichen Zustimmung zur neuen Geschäftsordnung?

Antwort: Auch hier werden wir auf Ende Juli vertröstet und hier stellt sich zu Recht die Frage ob wir überhaupt ernst genommen werden. Unsere Sichtweise zur neuen Geschäftsordnung haben wir in unserem Blog schon ausführlich beschrieben und erläutert.

Frage 13. Was gedenkt TVB Osttirol in Sachen Pauschalreisen neu vor allem auch für Kleinbetriebe und Privatzimmervermieter zu tun?

Antwort: Laut Obmann Franz Theurl wird das Problem hochgespielt und es besteht kein Grund zu Besorgnis. Er vertröstet abermals, wie schon in allen letzten Sitzungen, dass es eine Stellungnahme von Seiten des Landes geben wird. Diese solle am Montag, den 25.6.2018 einlangen. Wir sind anderer Meinung und sehen es als Aufgabe des TVB hier unseren Betrieben und Leistungsträgern Rechtssicherheit zu geben und vor allem auch zeitgerecht sich um Lösungen zu bemühen.
Für uns stellt es sich so dar, dass der Vorstand des TVB nichts unternimmt.
Wir stellen uns auch die Frage wie künftig Angebote wie Dolomiti Nordic Ski, neue Produkte für unsere Weitwanderwege z.B. 2 Täler Trail oder auch sämtliche Pauschalen der Angebotsgruppen vertrieben und vermarktet werden können. Es muss uns bewusst sein, dass ohne eine Vermarktung und eines funktionierenden Vertriebs dieser, das Generieren von Anfragen kaum möglich sein wird. Die gesamte Ausrichtung des Marketings könnte sich folglich hin zu einer reinen Image Bewerbung der Destination Osttirol entwickeln. Ob dies im Sinne der Vermieter ist, sei dahin gestellt.

 

Das Team Osttirol wird unter dem Motto „Miteinander geht es Bergauf“ im Sommer mehrere Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Bergbahnen und der Schultz Gruppe veranstalten. Wir halten es für sehr wichtig und sehen es als unserer Aufgabe und Auftrag, (60% der Stimmen haben uns bei der Tourismuswahl im Dezember das Vertrauen geschenkt), für eine positive Entwicklung des Tourismus in Osttirol einzutreten. Dies ist nur im gemeinsamen Austausch mit den Mitgliedern möglich, daher werden wir uns auch wieder intensiv die Zeit dazu nehmen und freuen uns auf die weitere Arbeit im Team.

Termine werden wir in Kürze auf Facebook bekannt geben und laden euch jetzt schon herzlich ein!

Blick über die Grenzen – die Abwärtsspirale kommt schneller als man denkt!

Blick über die Grenzen – die Abwärtsspirale kommt schneller als man denkt!

Gewohnte Pfade, die schrittweise ins Abseits führen
„Hier ist es so schön. Die Gäste werden immer wieder kommen.“ Das war ein oft zu hörender Satz in einer Gemeinde, die bis in die späten 90er-Jahre zu den touristischen Hochburgen der deutschen Ostseeküste gehörte. Dem Anschein nach war es auch so: Luftkurort, von einem Stararchitekten entworfene Kuranlagen, reizvolle Seenlandschaft, gut besuchte Veranstaltungen und die größte Bettenkapazität in der Region. Doch die Nächtigungen – Saisonbetrieb von Mai bis Oktober –  hatten sich innerhalb von 10 Jahren schleichend um über 40% reduziert. Die Hoffnung darauf, dass es immer weiter gut geht, war stärker als die Akzeptanz der Realität: Nämlich dass die Dinge sich ändern – genau wie der Geschmack der Touristen.

2005 wurde mir die touristische Verantwortung dieser Gemeinde an der Ostsee übertragen. Zu dem Zeitpunkt waren die Nächtigungszahlen weiter um rund 45% gesunken. Nach einem halben Jahr gab ich diesen Posten resigniert wieder auf. Von den Gründen werde ich einige anführen – damit will ich zeigen, welche Auswirkungen es haben kann, wenn eine vom Tourismus geprägte Region auf Veränderungen zu langsam oder gar wider besseres Wissen reagiert. Zwar ist Osttirol noch von einer solchen dramatischen Entwicklung entfernt, aber es gibt Anzeichen von Parallelen. Rechtzeitiges Handeln ist die beste Prävention, um die Zukunft – gleich ob wirtschaftlich, gesellschaftlich oder ökologisch – zu sichern.

Rechtzeitiges Erkennen als Grundlage zum Handeln
Es stimmt, die Gäste kamen gern und viel in jene norddeutsche Ferienregion. Im Sommer waren nahezu alle Betten über Wochen ausgebucht. Über die Straßen schoben sich Autokolonnen, die Menschen drängten sich an den Badeseen, in den Cafés oder Kuranlagen. Den ersten spürbaren Rückgang an Gästezahlen gab es in Folge der Grenzöffnung und Wiedervereinigung. Es folgten weitere Einflüsse von außen, wie eine Änderung im Gesundheitsgesetz, die besonders Kurbetriebe spürten und die den der Verlauf der Nächtigungen beeinflussten. Außerdem verstärkte sich der Wettbewerb unter den Ferienregionen, es kamen neue Urlaubsangebote hinzu und auch das Verhalten der Konsumenten änderte sich.

Statt darauf zu reagieren, Konzepte zu überdenken und neue Strategien zu entwickeln, vertraute man weiter auf Bewährtes. Neue Reisetrends wurden ignoriert. Die Begründung: „Das sind Modeerscheinungen aus der Stadt. Das betrifft uns auf dem Land nicht.“ Die rückläufigen Nächtigungen machten sich vielschichtig bemerkbar. In Gesprächen und Versammlungen beklagten sich Gastronomen und Vermieter über das Handeln oder vielmehr das Nicht-Handeln von Ortspolitik und Tourismusbüro. Auch in der Wirtschaftsvereinigung wurden die Auswirkungen fehlender Gäste diskutiert. Sinkende Umsätze führten zu weniger Aufträgen bei Handwerksbetrieben. Im Handel kam es zu Geschäftsaufgaben und in Folge zu Leerständen. Die Innenstadt verlor an Attraktivität. Leerstände bedeuteten nicht nur Lücken im Stadtbild, sondern auch unansehnliche Abschnitte in den Ladenzeilen: Moos an Fenstern und Leuchtschildern, Müllecken oder Schmierereien an Hauswänden.

Keine falschen Versprechen durch Marketing
Auch der Haushalt der Gemeinde spürte die Auswirkungen. Fehlenden Steuereinnahmen standen steigende Verpflichtungen gegenüber. Es kam zu Kürzungen, die auch das touristische Angebot betrafen. Teile der Kuranlagen wie Kneippbecken wurden nicht mehr unterhalten. Die Anzahl der Beschäftigten auf dem Wirtschaftshof nahm ab. Damit war die Pflege z.B. der Grünanlagen nur noch eingeschränkt möglich. Die Gemeinde konnte sich nur noch bedingt an Veranstaltungen beteiligen. Die Aufrechterhaltung der Infrastruktur wurde auf das Notwendigste begrenzt. Der Glanz des einstigen Luftkurortes verblasste immer mehr. Enttäuschte Gäste, die durch Kataloge und Internet ein anderes Bild vermittelt bekamen, beschwerten sich bei Vermietern und im Tourismusbüro.

Um dieser Spirale zu entkommen, wandten sich die Gemeindevertreter an die Unternehmer der größten Betriebe. Aber auch hier hatte sich das wirtschaftliche  Bild aus verschiedensten Gründen verändert. Der größte nicht touristische Arbeitgeber beschäftigte einst 1.000 Menschen. 2006 waren es nur noch 350. Der Inhaber eines Unternehmens kommentierte die Anfrage auf eine mögliche Zusammenarbeit aus dem Gemeinderat mit den Worten: „Als wir euch brauchten, wurden unsere Anträge abgelehnt. Jetzt sollen wir euch mit unserem Kapital helfen? Nein!“ Das war kein Einzelfall. Weil der Ort und die Gemeinde landschaftlich viel zu bieten hatte, waren Investoren interessiert. Doch statt Wege für Investitionen freizumachen, türmten sich bürokratische Hürden auf. Auch das Parteiengezänk im Gemeinderat und in den verschiedensten Ausschüssen führte zu Blockaden. Die Investoren zogen sich zurück.

Mechanismen des sozialen und gesellschaftlichen Geflechts
Der Gemeinderat machte – höflich ausgedrückt – in vielen Fällen eine unglückliche Figur. Oft verhinderten parteipolitische Interessen eine Lösung. Aber auch innerhalb der verantwortlichen Parteien gab es Querelen. Abhängigkeiten, falsch verstandenes Traditionsdenken und Eigeninteresse blockierten zukunftsorientiertes Handeln.
Über Jahrzehnte stritten sich zwei einflussreiche Familien um Boden und Macht. Zum Leidwesen der Gemeinde arbeiteten sie grundsätzlich gegeneinander. Der Großgrundbesitzer legte durch seinen Einfluss dem Unternehmer, der seinen Betrieb erweitern wollte, so viele Steine in den Weg, dass dieser den Standort fast ganz aufgegeben hätte.  Außerdem verstanden es beide durch ihre Positionen innerhalb der Gemeinde, andere in Abhängigkeiten zu sich selbst zu bringen. Ihre Haltung: „Das war schon immer so und es wird auch so bleiben“ wurde denn auch von etlichen Honoratioren vertreten. Zwar waren diese nicht mehr augenfällig im aktiven öffentlichen Leben vertreten, aber ihre Töchter und Söhne. Die jüngere Generation wollte durchaus etwas bewegen, um wieder Perspektiven zu schaffen. Es kam jedoch oft vor, dass sie – ob aus Familien- oder Traditionsbewusstsein sei dahingestellt – im Gemeinderat doch im Sinne ihrer Väter entschieden. Das sind nur einige Beispiele, die mitverantwortlich dafür sind, dass sich eine allgemeine Resignation, destruktives Denken und schwindender Gemeinsinn verfestigten. So manchem Gast blieb das nicht verborgen.

Subventionen und Förderungen – ein zweischneidiges Schwert
Ist eine solche Abwärtsspirale erst einmal in Gang gesetzt, entwickelt sie eine Eigendynamik. Natürlich kann das auch umgekehrt der Fall sein, irgendwann ist jedoch ein Punkt erreicht, da Lösungen (fast) unmöglich werden und kein Marketing die Fehler mehr richten kann. Selbst Subventionen oder Förderungen können diesen Trend nicht aufhalten. Im Gegenteil: Es werden neue Abhängigkeiten geschaffen, die kreatives Denken eher behindern als fördern. Im Falle des Luftkurortes hat jetzt die zuständige Landesregierung 15 Mio. Euro zur Belebung der Innenstadt in Aussicht gestellt – wenn ein überzeugendes Konzept ausgearbeitet wird. Erneut soll also eine Subvention Impulse und damit ein Comeback der Region ermöglichen. Es wird sich zeigen, ob diese (Steuer-) Geld verpuffen oder man aus der Vergangenheit gelernt hat.

Auch wir in Osttirol müssen schauen, nicht in eine solche Spirale zu geraten. Der Weg wieder hinaus ist schwer. Auch andere Regionen haben ihre landschaftlichen Reize und touristische Angebote. Der Markt ist voll, der Wettbewerb wird hart geführt und auf Osttirol hat die Welt in diesem Kontext auch nicht gewartet. Das mag hart klingen und für viele eine unfeine Aussage sein. Wir stehen in Konkurrenz zu AIDA Kreuzfahrten, New York-Paris-Wien-Städtereisen, Hofer Pauschalreisen oder zu Destinationen wie dem Kaunertal. Der Gast ist „Urlaubsprofi“ geworden, sei es durch geschäftlich bedingte oder zahlreiche private Reisen. Gewohnte Pfade sind daher kaum die Antwort auf Zukunftssicherung. Gute Ideen gibt es in Osttirol sehr viele – die Herausforderung liegt in der Umsetzung.  Und da dürfen weder Parteibücher, noch falsch verstandenes traditionelles Denken oder Abhängigkeiten im Wege stehen.

 

Die Zukunft gehörte schon immer den Mutigen!

Jan Schäfer
Marken- und Kommunikationsentwicklung, Matrei i.O.

Nur gemeinsam funktioniert Tourismus – Orte & Regionen & TVBO

Nur gemeinsam funktioniert Tourismus – Orte & Regionen & TVBO

Osttirol mit seinen Möglichkeiten und dem großem Potenzial touristisch auf die Überholspur zu bringen, ist das Ziel vom Team Osttirol & der Liste Schultz. Dies entspricht auch den Vorstellungen der Mitglieder des TVBO, anders kann das Wahlergebnis nicht interpretiert werden. Jetzt gilt es, geeignete Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen. Eine wesentliche Rolle dabei wird die neue Geschäftsordnung des TVBO spielen, denn nur wenn diese gut aufgesetzt ist, können wir gemeinsam effizient arbeiten.

Auf Antrag der Aufsichtsräte des Team Osttirol und der Liste Schultz wurde im Aufsichtsrat des TVBO einstimmig beschlossen eine neue Geschäftsordnung zu erarbeiten. Wesentlicher Bestandteil dieser Geschäftsordnung ist das Einbinden der Orte und Leistungsträger in den Tälern. In drei durchaus konstruktiven Arbeitssitzungen konnten wir vom Team Osttirol unsere Vorstellungen zu einem großen Teil einbringen. Bis ein beschlussfähiges Papier vorliegt, wird es jedoch noch weitere Sitzungen brauchen. Wir benötigen erfolgreiche touristische Hotspots und keine aufgeblasenen Strukturen. Diese Hotspots müssen auch mit Kompetenzen ausgestattet werden. Das bisherige System der vier Regionen, welche lediglich beratende Funktionen hatten und zudem ohne eigenes Budget ausgestattet war, hat in den letzten Jahren zu einer Zentralisierung geführt. Die Orte und Täler wurden geschwächt. Genau das Gegenteil muss passieren, denn der größte Teil der touristischen Wertschöpfung Osttirols kommt aus den Tälern.

Auch wenn der Gesetzgeber kein eigenes Budget für informelle Beratungsgremien, (so die korrekte Bezeichnung der Arbeitsausschüsse) vorsieht, besteht unserer Ansicht nach die Möglichkeit in der Geschäftsordnung geeignete Rahmenbedingungen zu formulieren, so dass ein aktives Mitarbeiten an neuen Projekten auch erfolgen kann.

Wir möchten an dieser Stelle anhand eines Beispiels darlegen, in welche Richtung wir denken. Es geht uns vorrangig nicht darum, Budgets für Orte und Täler zu definieren, da dies wieder nur zum vielfach gefürchteten Gießkannenprinzip führen würde. Sondern viel mehr wollen wir sinnvolle Arbeitsabläufe aufzuzeigen und so gemeinsam (Orte & TVB) neue Projekte rasch & erfolgreich umsetzen. Unserer Meinung nach braucht es gut funktionierende Ortsausschüsse in welchen neue Ideen, angedachte Projekte oder auch Problemstellungen diskutiert und erst-evaluiert werden. Neue Projekte müssen zu allererst von Seiten der Ortsverantwortlichen für sinnvoll erachtet werden. Nach Prüfung dieser muss eine Vorstellung der Projekte bei den operativen Verantwortlichen im TVB erfolgen. Die Verantwortlichen für Infrastruktur, Produktentwicklung und Vermarktung müssen hier gemeinsam mit einem jeweiligen Ortsverantwortlichen abklären ob die vorgestellten Projekte der Destinationsstrategie gerecht werden, entsprechende Nachfrage am Markt erzielen können und so auch für Osttirol sinnvoll sind. Erst nach dieser positiven Beurteilung sollten Vorstand und Aufsichtsrat über die budgetären Rahmenbedingungen entscheiden.

Wir sehen somit ein 3 stufiges Evaluierungsverfahren. Der Budgetrahmen muss unserer Meinung nach jährlich zum gleichen Zeitpunkt (vorzugsweise im Herbst) für ALLE Projekte in Osttirol definiert werden, um für alle dieselben Rahmenbedingungen zu schaffen. Im gesteckten Budgetrahmen können und müssen dann die Ortsverantwortlichen an der Umsetzung der Projekte arbeiten können und sich im direkten Austausch mit den operativen Mitarbeitern um die Bewerbung und Einführung am Markt kümmern.

Unserer Meinung nach geht es nicht darum möglichst viel Budget in die einzelnen Orte direkt zuzuweisen, sondern Prozesse & Abläufe zu definieren, so dass einerseits wieder ein kreativer Umgang mit Ideen erfolgt und anderseits die Motivation des Mitarbeitens in den Orten gesteigert wird. Dazu bedarf es Planungssicherheit, Vertrauen und auch die Möglichkeit zum Abarbeiten von definierten Arbeitsschwerpunkten.

Sowohl Marketingaktivitäten wie auch Infrastrukturmaßnahmen können sinnvollerweise nur in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Orten und deren Leistungsträgern in Angriff genommen werden. Dazu bedarf es einer lückenlosen Arbeitskette vom Vorstand über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis hinaus in die Region welche im Organigramm ersichtlich dargestellt werden muss. Frühzeitig Planung der Aktivitäten und der sorgsame Umgang mit den finanziellen Mittel ist hier einmal mehr der Schlüssel zum Erfolg. Dadurch erst bekommen Orte, Regionen und auch in Angebotsgruppen organisierte Leistungsträger den nötigen Einblick und können mit ihrer Mitsprache mitgestalten.

Zusätzlich zu den einzurichtenden Arbeitsgruppen in ganz Osttirol abhängig von Nächtigungszahlen, benötigen wir einen themenbezogenen Zugang. Dadurch gelingt uns die Vernetzung der Arbeitsausschüsse untereinander und das Zusammenführen von Angebotsgruppen. Es kann effizient an einem Thema gearbeitet werden. Auch hier benötigen wir den lückenlosen Weg vom Thema bis hin zur Positionierung am Markt. Das entscheidende ist die Zusammenarbeit mit der operativen Ebene im TVB, welche im Idealfall auch die Leadrolle übernimmt, und somit als Projekt- bzw. Prozessmanger für die Leistungsträger vor Ort fungiert.

Die Grundvoraussetzung diesen kreativen Weg gehen zu können, sehen wir erst dann gegeben, wenn es in der Geschäftsordnung des TVB formuliert und berücksichtigt wird. Keinesfalls können und wollen wir die gesetzlichen Rahmenbedingungen verlassen. Wenn wir Osttirol mit seinen 33 Gemeinden touristisch vorwärtsentwickeln wollen, müssen wir die Voraussetzungen dafür herstellen, die Geschäftsordnung spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wir freuen uns auf euer Feedback und eure Ideen!

Martin Gratz
Obmann Team Osttirol

Status Quo & Bericht zur 1. Aufsichtsratsitzung

Status Quo & Bericht zur 1. Aufsichtsratsitzung

Liebe Tourismus – Interessierte!

Seit der Tourismusverbands Wahl ist viel geschehen. In den Medien war allerhand zu lesen und bei so einigen Gesprächen wurde einmal mehr klar, nicht allen Beteiligten geht es um den Tourismus sondern um Macht. Das Zitat eines Bürgermeisters „Wenn man mit verschiedenen Bürgermeister Kollegen über die Vorkommnisse spricht, glaubt man es handelt sich um unterschiedliche Wahlen.“ Die Sicht der Dinge wird also äußerst differenziert gesehen und von so manchen Meinungsmachern unterschiedlich interpretiert. Transparenz und Information war dem Team Osttirol immer schon wichtig, daher möchte ich in wenigen Sätzen einige Dinge richtig stellen bzw. grundsätzlich informieren, was in den Sitzungen vorgefallen ist.

18. Dezember 2017

Nach dem von Dr. Gerhard Föger bekanntgegeben wurde, dass die Bezirksliste und das Team Osttirol gemeinsam mit Heinz Schultz mit je 6 Aufsichtsräten in die 1. Sitzung einziehen werden, waren wir noch guter Dinge, ein für den Osttiroler Tourismus vernünftiges Ergebnis bei der Besetzung von Obmann, Vorständen und Aufsichtsratsvorsitzenden zu erzielen. Bald wurde aber klar, dass bereits im Vorfeld, gemeinsam mit den Bürgermeistern Matthias Scherer und Anton Steiner, die Vereinbarung getroffen wurde, alle Positionen mit eigenen Leuten zu besetzen. Das wurde auch deutlich durch die Aussagen von Werner Frömel (Zitat) „Wir haben deswegen entschieden alle Positionen mit unseren Kandidaten zu besetzen, da in der letzten Periode das Team Osttirol ihre Mitglieder über die Arbeit im Aufsichtsrat und Vorstand informiert hat, wir das aber nicht wollen.“

(Anmerkung: Die Mitglieder im TVB haben nicht das Recht alles zu erfahren, es ist sogar die Pflicht der Entscheidungsträger sie zu informieren).

Des Weiteren war auch von Matthias Scherer zu erfahren, dass er auf Grund der Tatsache, dass Franz Schneider nach dem Werner Frömel in den Vorstand kommt in den AR nachrücken wird, gegen die Vorschläge vom Team Osttirol gestimmt hat. Alle Vorschläge die von Heinz Schultz und dem Team Osttirol eingebracht wurden, wurden mit 8:6 Stimmen abgelehnt. Die Aussage von Franz Theurl, wir hätten mit unserem Verhalten das Ergebnis provoziert, entspricht nicht der Wahrheit. In der ca. 45 minütigen, emotionalen Diskussion versuchte man einige Fragen zu klären, jedoch mit wenig Erfolg von unserer Seite. Karl Poppeller und Werner Frömel drängten mehrmals während der Diskussion einfach abzustimmen, da für sie das Ergebnis ohnehin schon feststand.  

24. Jänner 2018

Bei der Aufsichtsratssitzung am 24. Jänner konnten wir dem Tagesordnungspunkt 1: Genehmigung des Protokolls nicht zustimmen, da es nicht korrekt war. Wir haben unsere Ergänzungen kundgetan und werden voraussichtlich bei der nächsten Sitzung im März das Protokoll noch einmal prüfen. Bei Punkt 2: Konstituierung des Überprüfungsausschusses, haben wir die Grundsatzfrage gestellt, welche zusätzlichen Kompetenzen und Rechte ein solcher Ausschuss beinhaltet. Da es hier keine zusätzlichen Rechte gibt und ein Überprüfungsausschuss gesetzlich nicht vorgesehen ist, lehnen wir diese Möglichkeit der Überprüfung ab. Der AR hat das Recht und auch die Pflicht jederzeit Einsicht in die Finanzgebarung zu bekommen. Von diesem Recht  werden wir häufig Gebrauch nehmen und uns so ein genaues Bild machen. Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagesordnung, die Geschäftsordnung des TVB Osttirol zu beschließen, konnte an diesem Tag nicht abgehandelt werden. Aufgrund unseres Antrags wurde einstimmig beschlossen in einem Arbeitskreis eine neue Geschäftsordnung zu erarbeiten. Es gab die letzten Jahre keine Evaluierung der vorherrschenden Geschäftsordnung. Es wäre Verantwortungslos mit dieser Geschäftsordnung weiterzuarbeiten, da sie in vielen Bereichen den Ansprüchen und Gegebenheiten nicht genügt.

Für uns ist klar, dass wir uns als starke Opposition im AR des TVB Osttirol positionieren müssen. Wir werden aber auch unsere Ideen und Vorstellungen einbringen. Die Konstellation ist nicht einfach und es wird in erster Linie am Obmann Franz Theurl und den  Vorständen Thomas Winkler und Werner Frömel liegen ob eine Zusammenarbeit möglich ist.

Wie schwierig es ist, in diesem Umfeld die Wahrheit zu erfahren, wurde einmal mehr deutlich bei der angeblichen Kooptierung von Andreas Köll und Anton Tschurtschenthaler (beide Bezirksliste) in den Vorstand. Laut Medienberichten bestätigten die BGM Anton Steiner und Matthias Scherer diese Kooptierung mit dem Hinweis es im Protokoll gelesen zu haben. Ich habe beide Bürgermeister mehrmals um eine ehrliche Antwort gebeten aber keine erhalten. Franz Theurl hat mir in einem persönlichen Gespräch mittgeteilt, dass Andreas Köll im Hintergrund die Unwahrheiten verbreitet. Wir wissen noch immer nicht was wirklich Sache ist.

Wir vom Team Osttirol werden uns trotzdem oder gerade deswegen weiterhin für den Osttiroler Tourismus gemeinsam mit allen Leistungsträgern, Investoren, Unternehmern und Gemeinden einsetzen. Von den ungünstigen Rahmenbedingungen die am 18. Dezember von der Bezirksliste mit der Unterstützung der BGM Scherer und Steiner geschaffen worden sind, lassen wir uns nicht entmutigen.

Martin Gratz