Mehr Wertschöpfung für’s Geld

Mehr Wertschöpfung für’s Geld

Ein Zahlenvergleich zum Nachdenken:

Die Region Wilderkaiser erreicht mit 1,9 Mio. Budget stolze € 6,5 Mio. Nächtigungen – der TVB Osttirol mit 8,61 Mio. € nur 2,00 Mio. Nächtigungen. Anhand dieses kurzen Vergleiches wird klar, dass der  TVB Osttirol im Vergleich zu anderen TVBs in Tirol ein finanzstarkes Unternehmen ist. Wir müssen jedoch mit diesen Mitteln effizienter umgehen und daraus mehr Nächtigungen und Wertschöpfung erzielen, auch wenn uns bewusst ist, dass die Größe des Verbandsgebietes eine Herausforderung darstellt. Aus diesem Grund ist es notwendig und wichtig, wieder Strukturen zu schaffen, so dass ein gemeinsames Zusammenarbeiten aller Partner erfolgt. Nur wenn wieder ein breites Miteinander vorherrscht, werden wir erfolgreich sein.
Uns ist bewusst, dass ein selbstkritischer Blick auf die Mittelverwendung dringend notwendig ist.
Die Mittelverwendung für die Vermarktung Osttirols auf den Zielmärkten muss nach genauen Recherchen, Möglichkeiten und Sinnhaftigkeiten durchgeführt werden – entsprechend der Infrastrukturanalyse und Destinationsstrategie. Jeder Euro, den wir investieren muss überlegt sein. Dann erhalten wir mehr Wertschöpfung für unser Geld!

Wir wollen daher:

  • Budget besser einsetzen: Wir wollen, dass Budgetmittel des TVB Osttirol nur für tourismusrelevante und wertschöpfungsbringende Maßnahmen eingesetzt werden. Nur damit stärken wir die Destination auf den relevanten Zielmärkten und sorgen für mehr Wertschöpfung, die bei allen Betrieben ankommt. Die Mittel des TVB’s müssen für die Destination Osttirol als Gesamtes eingesetzt werden.
  • Destinationsstrategie als Gradmesser: Unsere Gelder dürfen nur für Themen für welche unsere Region steht eingesetzt werden. Projekte die zur Positionierung Osttirols passen gehören finanziert. Es muss um eine Stärkung unserer Alleinstellungsmerkmale geben, unabhängig davon in welchem Teil der Region diese sind. Profitieren werden davon am Ende alle Leistungsträger, da mit unserer Best of Strategie der Bekanntheitsgrad gesteigert wird.
  • Steigerung des Umsatzes pro Gast: Die Wertschöpfung pro Bett beträgt in ganz Tirol 7.960 €, in Osttirol nur 4.719 €. Wir müssen die Budgetmittel für die Vermarktung auf unseren Zielmärkten erhöhen. Hier sprechen wir von echten Marketingmitteln. Gelder haben in die Angebotsentwicklung und den Aufbau eines Vertriebes zu fließen. Damit auch die Wertschöpfung pro Gast steigt. Dies erhöht gleichzeitig die Einnahmen jedes Einzelnen.
  • Kurz-, mittel- und langfristige Budgetplanungfür sämtliche Budgets: Das operative Marketingbudget muss ein Jahr im Voraus geplant und früher als erst im November fixiert werden. Zusätzlich braucht es ein mittelfristiges Budget für die kommenden 2-3 Jahre um größere Projekte (Website Relaunch, neue Bildsprache etc.) umsetzen zu können. Es ist nicht richtig und fahrlässig nur in Jahresschritten zu denken. Langfristig wollen wir für eine Planungssicherheit für die nächsten 10 Jahre sorgen. Der TVB muss voraus denken und Gemeinden wie auch Projektträger rechtzeitig in die Planung einbinden. Eine unternehmerisch notwendige, langfristige Budgetplanung ist auch in Absprache mit dem Land möglich.
  • Rechtzeitige Vermarktung von Events und Kooperationen. Dieser Zugang stellt sicher, dass Projekte professionell verwirklicht und frühzeitig als neue Gästebringer vermarktet werden. Eine vorausschauende Planung führt auch zu mehr Nächtigungen von Gästen.
  • Transparenz beim Budget. Die Mitglieder des TVB sollen die nötige Transparenz und Einblick in die Budgetmittelverwendung erhalten. Die Marketingpläne sollen den Mitgliedsbetrieben zugänglich sein, damit die Aktivitäten mit der Positionierung des TVB abgestimmt werden können. Wir wollen durch mehr Transparenz auch mehr Vertrauen in den TVB schaffen und die Akzeptanz für touristische Projekte erhöhen.

Wir mussten in der letzten Periode bei den Überprüfungsausschusssitzungen im Aufsichtsrat feststellen, dass unsere Gelder oftmals nicht tourismusrelevant und entsprechend der Destinationsstrategie eingesetzt werden. Wir wollen künftig hier aktiv eingreifen, daher ist es unser Ziel gemeinsam mit unserem Team auch die entsprechenden Mehrheiten im Aufsichtsrat zu erlangen.

Martin Gratz & Team Osttirol