Höhere Ansprüche versus weniger Fachpersonal

Höhere Ansprüche versus weniger Fachpersonal

Unsere Herausforderung: immer höhere Ansprüche an Service & Qualität im Gegensatz zu immer weniger Fachpersonal!

Wir müssen uns die Frage stellen:
Wie können Tourismusbetriebe den Spagat zwischen dem wachsendem Gästeanspruch an die Sevicequalität und zunehmendem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern schaffen?

Wir wissen, dass wir auch in Zeiten des Internets, der Digitalisierung und Technologiesierung unsere Gäste persönlich begeistern und emotionalisieren müssen. Hard Skills, Ausstattung und Infrastruktur sind die Basis, die Grundvoraussetzung. Aber neben diesen Basics spielen die Soft-Skills im Tourismus eine sehr große Rolle, und das ist durchaus verständlich, denn Tourismus ist immer noch ein „Geschäft“ von Mensch zu Mensch.

Gerade deshalb braucht es qualifizierte Mitarbeiter. Um den Ansprüchen der künftigen Gäste gerecht zu werden, brauchen wir in unserer Branche gut ausgebildete und motivierte junge Mitarbeiter. Viele Unternehmen befürchten, keinen qualifizierten Nachwuchs mehr zu bekommen, denn der nun auf den Arbeitsmarkt drängende Generation – die sogenannte Handy-Generation – sagt man nach sie sei nicht mehr so leistungsbereit und spaßorientiert.

Wir haben vor kurzen dazu den jungen deutschen Autor und Unternehmensberater Philipp Riederle bei einem Symposium gehört.

Er sprach über seine Generation und die Ansprüche an Unternehmer, um künftig gutes Personal einstellen zu können.
Für Riederle ist seine Generation gut ausgebildet, sehr flexibel und sie hat ein riesiges innovatives Potenzial. Sie wollen gestalten, verändern und mit Vorgesetzten auf Augenhöhe kommunizieren. Die Arbeit muss zum Leben passen, sie muss sinnvoll sein und begeistern.
Nur unter diesen Rahmenbedingungen will seine Generation aktiv zum Erfolg eines Unternehmens beitragen.

Fachkräftemangel und demographischer Wandel stellen Unternehmen vor große Herausforderungen Die Frage ist, wie das Miteinander der Generationen im Arbeitsalltag funktionieren kann.
„Wir arbeiten in Strukturen von gestern, mit den Methoden von heute, an Problemen für morgen.“ Mit diesem Zitat von Wirtschaftswissenschaftler Knut Bleicher begann Riederle seine Ausführungen.

Um konkurrenzfähig zu sein, ist es unabdingbar, dass sich Unternehmen egal ob rein im Dienstleistungssektor tätig oder im technischen Bereich mit neuen Technologien beschäftigen und diese implementieren. Riederle ist der Meinung, dass dieser Prozess hin zu Technologieunternehmen in einem enormen Tempo stattfindet. Alle einfacheren Tätigkeiten würden wegfallen und die Mitarbeiter brauchen einen komplett neuen Führungsstil. „Nicht wir arbeiten für unseren Chef, sondern unser Chef arbeitet für uns, damit wir vernünftig arbeiten können“, sagt Riederle.
Auch über die Rahmenbedingungen von Arbeit müsse man ganz neu nachdenken. Die gefragte Generation wächst mit Themen wie Terroranschlägen, Wirtschaftskrise und Flüchtlingsdebatte auf. Gefühlt scheint es Sicherheit im klassischen Sinne in der Form für die Zukunft nicht mehr zu geben. Geld bietet daher auch nicht den alleinigen Anreiz, es kann der jungen Generation die Sicherheit nicht geben. Für die jungen Menschen ist klar, der nächste Einbruch kommt. Deshalb würden junge Menschen im Arbeitsalltag ganz andere Dinge suchen als noch ihre Eltern. Es gehe für sie mehr darum, im Beruf eine gute Zeit zu haben und möglichst viele Erfahrungen zu machen. Unternehmer müssen daher offen sein, Veränderungen und neue Denkmuster zulassen.

Auch ein TVB muss sich diesen Herausforderungen stellen und sich aktiv für die Branche und seine Leistungsträger mit der Thematik qualifizierte Mitarbeiter, Soft Skills und Weiterentwicklung des Arbeitsumfeldes auseinandersetzen. Nur gemeinsam wird es uns gelingen die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.
Dies ist die Aufgabe im TVBO, diese gilt es anzugehen und dass Team Osttirol mit Martin Gratz steht für diese Zugang der Veränderung, der neuen Ideen und will diese endlich aufgreifen und umsetzen.