Beruf & Leben, wo andere Urlaub machen

Beruf & Leben, wo andere Urlaub machen

Diesen Luxus, in einem Land, einer Region arbeiten und leben zu dürfen, wo andere Urlaub machen und Erholung suchen, hat nicht jeder. Wir müssen behutsam und vorrausschauend damit umgehen.
Die Bevölkerung, Unternehmen, etc. müssen wieder richtig erkennen, dass genau „dieser Tourismus“ eine große Chance für uns ist.

Für das „Team Osttirol mit Martin Gratz“ ist der Punkt Tourismusgesinnung und die Vernetzung des TVB & deren Mitarbeiter speziell mit uns Tourismustreibenden ein großes Thema.

Wir & ich, Markus/Fam. GESSER mit unserem kleinen, familiengeführten 3 Sterne Hotel im Hochpustertal unterstützen voll und ganz diesen möglichen, neuen Weg & die Ideen des „Team Osttirol mit Martin Gratz“ zusammen mit „Team SCHULTZ“!
Es wurde und wird viel gemacht im Bereich Marketing innerhalb des TVB Osttirol. Nur stellt sich auch hierbei die Frage, werden die verfügbaren Mittel tatsächlich „bestmöglich“ eingesetzt bzw. entsprechend gebündelt.

Ich sehe mit dem „Team Osttirol & Martin Gratz“ einen verlässlichen, vertrauensvollen Partner in diesen Belangen auch für uns „Klein-Betriebe“ innerhalb dieses großen, unübersichtlichen Systems. Es geht nicht um ein Gegeneinander zwischen den Mitbewerbern, sondern um ein konstruktives & faires Miteinander, um gemeinsam unser schönes Osttirol zu gestalten und in eine erfolgreiche Zukunft zu führen!

Wichtig ist jetzt, dass ihr alle euer Wahlrecht in Anspruch nehmt und euch mit eurer Stimme für eine früchtetragende Veränderung aussprecht. Es besteht dazu nicht nur die Möglichkeit bei der so unbeliebten Vollversammlung, sondern auch bereits die ganze Woche vor der Wahl in den Regionalbüros von Sillian, Lienz & Matrei!

Gehen wir mit voller Stärke und Motivation in eine neue anstehende Wintersaison und einer hoffentlich etwas veränderten, aber dennoch gemeinsamen Ära mit zufriedenen „Tourismustreibenden“ im TVB Osttirol mit „Martin Gratz & Team Osttirol“!

Ein herzliches Ski- & Bergheil aus dem Hochpustertal,

Euer Markus GESSER

Der TVB auch als Interessensvertreter der Unternehmer

Der TVB auch als Interessensvertreter der Unternehmer

Osttirol ist wie uns allen bekannt, eine Perle in den Alpen. In vielfältiger Weise ist es bei uns möglich, die intakte Natur als Einheimischer und auch als Gast zu erleben. Einer der wesentlichen Gründe, warum sich Gäste für unsere Region entscheiden, ist unsere Kompetenz als Bergsteiger- und Wanderdestination. Ein breitgefächertes Angebot an Wanderwegen, Klettersteigen, Bergsteiger- und Gletscherrouten, sowie ein dichtes Netz an Hütten sind die häufigsten Gründe unserer Gäste, ihren Urlaub in Osttirol zu verbringen.

Aktuelle Entwicklungen und meine Erfahrung als langjähriger Hüttenwirt (20 Jahre Stüdlhütte) und Vermieter zeigen uns aber, dass das Betreiben unserer Hütten stark gefährdet ist. Die Rahmenbedingungen haben sich wesentlich verschlechtert, beziehungsweise sind nicht mehr zeitgemäß.

Immer mehr unsinnige Behördenauflagen, Mitarbeitermangel, Sektionen, die neben hohen Pachtforderungen noch immer nicht erkannt haben, dass es für die Wirtsleute und deren Mitarbeiter ausreichend vernünftige Wohnmöglichkeiten braucht, machen das Bewirtschaften aus gesetzlicher und finanzieller Hinsicht fragwürdig. Es ist schon im Tal extrem schwierig geworden, gute Mitarbeiter zu finden. Für die Hütten ist es aufgrund der derzeitigen Bedingungen noch schwerer. 

In vielen Gesprächen musste ich feststellen, dass die Auswirkungen dieser tourismusgefährdenten Problematik von einigen zuständigen Behörden, politischen und wirtschaftlichen Interessensvertretungen, aber auch von unseren Tourismusvertretern massiv unterschätzt beziehungsweise nicht erkannt werden. Geschlossene Hütten und der damit einhergehende Verfall der Wegenetze hätte fatale Auswirkungen auf den gesamten Bezirk.

Es ist für einen Tourismusverband natürlich nicht möglich, Gesetze und Pachtverträge zu ändern und auch die Mitarbeiterproblematik direkt zu lösen. Aber ein TVB Osttirol wäre bei dementsprechenden Interesse durchaus in der Lage, massiv auf diese Stellen einzuwirken und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Es geht hier nicht nur um die Interessen der Hüttenwirte, sondern um die Interessen aller Tourismusbetriebe im Bezirk.

Wenn es uns Unternehmern gelingt, gemeinsam mit einer neuen Führung im TVB Osttirol diese Problematik zu bearbeiten, bin ich mir sicher, dass es gute Lösungen geben wird. Es muss uns allen ein Anliegen sein, dass unsere schönen und qualitativ hochwertigen Hütten und alle Tourismusbetriebe in Osttirol erhalten bleiben.

Bei der aktuellen Stimmung der Tourismustreibenden in Osttirol bin ich mir sicher, dass es diesmal eine Veränderung geben muss. Die Chancen stehen gut.  

Georg Oberlohr; Großglocknerappartement

Wirtschaftlichkeit als Grundvoraussetzung

Wirtschaftlichkeit als Grundvoraussetzung

Dass Infrastruktur dann und wann auch subventioniert werden muss, ist bekannt. Dass ein Flugplatzkonzept, welches langfristig wirtschaftlich ausgelegt ist, von den Gesellschaftern der öffentlichen Hand abgelehnt wird vielleicht weniger. Dass Tourismusverbände nicht dafür da sind Erwerbsbetriebe zu führen, hat man in den letzten Jahren durch die Abstoßung solcher Rechnung getragen. Teilweise ist man der Aufforderung der Aufsichtsbehörde noch nicht nachgekommen. Also sind die Aufgaben eines Tourismusverbandes wohl woanders zu suchen, nämlich in der Entwicklung und Vermarktung von Angeboten und nicht in der Finanzierung derselben – das ist vielleicht, oder ganz sicher, Aufgabe von Banken & Investoren.

Gemeinden sind demnächst nach dem Unternehmensgesetz bilanzierungspflichtig, der Tourismusverband ist dies schon seit einiger Zeit. Das bedeutet aber auch, dass Bilanzwerte anzusetzen und zu erhalten sind. Keine Geldspritzen für Großprojekte können dann unter dem Deckmantel von Beteiligungen mehr vergeben werden, bei denen von vornherein klar ist, dass sie in kürzester Zeit abgeschrieben werden müssen. Das soll keine Bewertung bislang unterstützter Projekte sein, die an sich höchst erfreulich für den Osttiroler Tourismus sind, sondern den Wunsch nach Transparenz im Förder- und Beteiligungsdschungel Ausdruck verleihen. Im Sinne der Infrastrukturanalyse oder der Destinationsstrategie kann solches ja durchaus einmal sinnvoll sein. Aber dann müssen diese Gelder auch richtig deklariert werden und dürfen nicht eine Katastrophe auslösen, wenn zuvor absichtlich vergebene Förderungen bei Abwertung der Anteile plötzlich ein Loch in der Bilanz aufreißen – beim bisherigen Bilanzierungssystem ohne Folgen sind solche Abwertungen heute jedoch als Verlust auszuweisen und erkennbar. Hier sieht das Tourismusgesetz ganz eindeutig vor, dass keine Abgänge budgetiert werden dürfen! Das und nicht die Verhinderung von Investitionen ist auch der Wunsch der Aufsichtsbehörde, die zwar nicht immer besonders charmant, aber mit Recht auf die immer gleichen Mankos beim TVB Osttirol hinweist.

Um solche Abgänge und Abwertungen zu kaschieren wäre es denkbar praktisch, einfach die Aufenthaltsabgabe zu erhöhen. Dies ist aber nach meinem Empfinden keine Handlung nach kaufmännischen Grundsätzen, denn wer kann heute noch einfach die Einnahmen durch Preiserhöhung in die Höhe schrauben, wenn der Betrieb in Finanzschieflage gerät? Viel nachhaltiger ist, hier eine saubere und transparente Budgetpolitik zu betreiben.

Es braucht mehr Phantasie als in die Taschen der hart arbeitenden Mitglieder bzw. deren Gäste zu greifen, um eine künftige Entwicklung der Destination zu erreichen. 2 Euro Ortstaxe sind bei einem Zimmerpreis von 40 Euro 5%, bei 20-25 Euro, welche Privatzimmervermieter verrechnen können bereits 8-10% und bei einer Almhütte können es schon 20% des Nächtigungspreises sein, während es bei 4/5-Stern-Betten „nur“ ca. 2 Prozent sind. Wenn also beim Wahlrecht die Stimmgruppen eine unterschiedliche Gewichtung haben, dann wäre es nur fair, wenn bei der Aufenthaltsabgabe alle den gleichen Prozentanteil von ihren Logis – Umsätzen bezahlen. Verständnis dafür signalisieren die Großhoteliers, deren Vertreter schon 3 Euro gefordert haben, bereits – der Weg dorthin führt über einen Antrag an den Landtag zur Verordnung einer solchen Systematik. Genauso könnte eine saisonabhängige Höhe der Aufenthaltsabgabe diskutiert und angesucht werden – das ist eine bereits übliche Vorgangsweise in Tiroler Tourismusverbänden und würde auch für die Zukunft zusammen mit einer konzeptionellen Vorgangsweise die Entwicklung Osttirols nicht nur garantieren, sondern sogar in sinnvoller Weise verstärken.

Oberste Priorität hat für uns jedoch die wirtschaftliche Ausrichtung des Tourismusverbandes und somit die Nicht-Notwendigkeit der Ortstaxen-Erhöhung. Wenn 2 Euro Aufenthaltsabgabe in Tirol jetzt schon im oberen Bereich angesiedelt sind, dann stellt sich die Frage warum in Osttirol noch mehr gebraucht wird: Bei einem Budget von weit über 8 Millionen steht pro Nächtigung das doppelte Geld zur Verfügung, wie in vergleichbaren Verbänden (Quelle: Destination Compass Kohl & Partner). Osttirol hat 4,– EUR Budget pro Nächtigung (Ortstaxe +Pflichtbeitrag der Wirtschaft), der Durchschnitt der Tourismusverbände ab 2 Mio. Nächtigungen aber nur 2,2 EUR. Damit ist der TVB Osttirol durchaus finanzstark! Hätte der TVB Osttirol dieselbe Budgethöhe pro Nächtigung wie der Schnitt, dann müssten in Osttirol 3,5 Mio. Gäste nächtigen.


Wolfgang Steiner, MAS

Betriebsinhaber Gästehaus Steinerhof
Selbstständiger Unternehmer (Wärmeerzeugung und Verteilung und Consulting)